Götter & Glauben

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Der Glaube in der Gesellschaft

Zu glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich. Victor Hugo


Auf Gerimor, und ebenso ganz Alathair, ist der Glaube keine Frage der Mutmaßung. Selbst, wenn es jedem Individuum frei steht, den Glauben an einen Gott auszuüben und zu leben oder eben nicht, können nur die Ignorantesten die Existenz der Götter und ihre Wirkfähigkeit auf die Welt leugnen. Das Handeln der Götter ist hier nicht nur eine vage und ferne Legende, sondern Teil der Geschichte eines jeden Lebenden. Viele Personen wissen von Begegnungen mit den Göttern selbst, einem ihrer Gesandten oder einer Berührung durch einen Erwählten zu berichten, die ihr Leben geprägt, verändert oder schockiert haben. Die Geweihten dieser Götter spüren deren Nähe bei ihren Erwählungen, in jedem gewährten Wunder, das ihren Bitten an ihre Herren folgt, und in jedem, beantworteten Gebet.


Glaube ist überdies keine rein private Angelegenheit. Die beiden großen Reiche, das Königreich Alumenas und das Heilige Alatarische Reich, bekennen sich offiziell zu den großen Religionen der Menschen: Die temorianische Kirche und der alatarische Tempel.

Der König des alumenischen Reiches Ador I. Segenus Corbidian Victor von Alumenas bekennt sich klar zum temorianischen Glauben und achtet seine Vertreter, auch als Ratgeber und moralische Stütze in politischen Fragen. Unter seiner Herrschaft wurden der Kirche Temoras zusätzliche Rechte eingeräumt und ihre Position im Reich stabilisiert. Doch selbst wenn dies der offizielle Glaube des alumenischen Reichs ist, wird der Glaube der Bürger an die anderen Götter des lichten Pantheons (Cirmias, Phanodain, Eluive) untereinander und von der Obrigkeit uneingeschränkt akzeptiert und respektiert. Insofern herrscht im alumenischen Reich eine gewisse Toleranz für den persönlichen Glauben eines jeden Einzelnen, doch findet diese ihre Grenzen bei gehobenen Persönlichkeiten: Vom Adel, gleich ob Schwert-, Geburts- oder erhobener Adel, wird erwartet sich an die Konventionen der Reichsreligion zu halten, ansonsten droht ihnen möglicherweise zunehmender Argwohn oder, bei handfesten Bekundungen oder Handlungen gegen Temora oder ihre Kirche, die königliche Ungnade.

Das Heilige Alatarische Reich hingegen existiert als Theokratie. Jeglicher Aufstieg und jede Position in der Gesellschaft ist an die Errungenschaften und Werke eines jeden Einzelnen und im Zuge ihrer Erfüllung an die Lehren und Erwählung Alatars geknüpft. So ist der Alka des Reichs Isidor, der jüngere Bruder des Königs Ador I., direkt von Alatar selbst auserkoren worden und zugleich weltlicher wie geistlicher Anführer des ganzen Reichs. Die Templer Alatars sind aufgrund ihrer klerikalen Position in politische Entscheidungen eingebunden, ebenso wie die Ritterschaft Alatars neben ihren leitenden Pflichten in Führung und Militär einen hohen Rang in der Säule des Glaubens einnimmt. Der Glaube an jeden anderen Gott wird mit hohem Misstrauen beäugt und führt bei Bürgern, wie in den Gesetzen vorgeschrieben, gar zum Ausschluss aus der Gesellschaft. Im Heiligen Alatarischen Reich ist Leben, Militär, Gemeinschaft und Glaube dicht und untrennbar miteinander verstrickt und entsprechend der wichtigste Grundpfeiler der alatarischen Gesellschaft.


Gänzlich anders zeigt sich das Bild innerhalb der Völker. Als erwähltes oder erschaffenes Volk einer Gottheit gehört der Glaube an die „Väter“ oder „Mütter“ ihrer selbst zum festen Bestandteil ihres Lebens. Niemals wäre es für einen der Ihren auch nur eine Option eine andere Gottheit zu verehren als ihre Schöpfer und Leitsterne. Zwar akzeptieren und achten die Kaluren, Menekaner und Eledhrim den Glauben anderer an Vertreter des lichten Pantheons, ebenso wie Letharen und Rashar eine Kulanz zeigen für die Dogmen an Alatar, seine Tochter oder gar Kra'thor, doch wäre dies für sie selbst keine Alternative.

In den Gesellschaften der Völker ist der Glaube eng mit Etikette, Tradition und Leben verknüpft. Dies erfolgt nahezu selbstverständlich, gar mit aufrechter und reiner Liebe. Eine Abwendung von dem durch Geburt gegebenen Glauben ist unmöglich und außerhalb jeder Annahme.

Eine Ausnahme bildet hierbei das Volk der Thyren. Ihr Glaube ist nicht an Götter geknüpft, sondern an die Elemente, die Naturgeister und ihre Ahnen. So entwickelten sie ihre eigenen Riten und Legenden, ihre eigenen Wirkfähigkeiten und Überzeugungen, von denen jedoch auch kein Thyre jemals abweichen würde zugunsten einer Gottheit.


Letztendlich steht es jedoch jedem Individuum auf Alathair frei, ob und in welcher Form er seinen Glauben ausleben möchte oder nicht. Dennoch sind viele Möglichkeiten in der einen oder anderen Weise an den „richtigen“ Glauben geknüpft. Ob man diesen nur vorgibt oder tatsächlich lebt, sei einem jeden selbst überlassen.

Untrüglich ist jedoch die Tatsache, dass die Götter ein sehr wachsames Auge auf ihre Welt werfen und Untreue und Verrat ahnden werden. Ob in diesem Leben oder dem nächsten sei dahin gestellt…

Die Götter

Die ersten beiden (bekannten) Götter im Nichts der Welt waren Eluive und Horteras. Eluive erschuf durch ihren Gesang der freien Harmonie (= Alathair) die Welt und die meisten ihrer Lebewesen, selbst wenn Horteras sie davor warnte. Horteras war, abgesehen von der sehr viel später geborenen Temora, der einzige Seher im Pantheon der Götter, weshalb unklar ist, ob sich die ausgesprochene Warnung auf die Zerrissenheit von Eluives Schöpfung, sein eigenes Opfer oder ein zukünftiges Ereignis bezieht.

Eluive schuf, neben der Welt selbst, den Menschen und allen Tieren und Pflanzen, das Lied, welches Alathair umrankt und zusammenhält und den Liedwirkern den Ursprung für ihre Befähigung liefert. Sie ist Mutter dreier Gottheiten, Alatar, Getares und Temora, und Schirmherrin für das Volk der Menekaner, denen sie mit ihren Tränen eine Lebensgrundlage in der unwirtlichen Wüste schenkte.

Horteras trug den Titel Sternenvater und sein Name stand seit jeher für Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist ungewiss, warum er sich so selten in die Geschicke Alathairs einmischte, es gilt anzunehmen, dass er dies aufgrund seiner seherischen Fähigkeiten vermied. Doch sandte er, auf Temoras Bitten, der Welt seine Söhne Cirmias und Phanodain, die Schöpfer der Kaluren und Eledhrim. Zugunsten Alathairs und dem Leben Eluives opferte er sich im Jahre 256, um die Welt zu bewahren.


Getares und Alatar waren die ersten Kinder Eluives. Getares erhielt von ihr die Herrschaft und Pflege der Menschen, Alatar jene über die Tiere. In Missgunst und Zorn versuchte Alatar die Oberherrschaft über Mensch, Getier und ganz Alathair zu erlangen und erschlug seinen Bruder Getares. Seine Mutter verhinderte seinen Versuch in blindem Hass so tiefe Wunden in die Welt zu schlagen, dass sie zerbrechen könnte.

Als Gegengewicht zu Alatar gebar Eluive ihre einzige Tochter: Temora. Temora ist, ebenso wie Horteras es war, ein Seher und die Hoffnungsträgerin der Menschheit gegen ihren Bruder Alatar. Als sogenannte Lichtbringerin und Schwertmaid errang sie Siege gegen Alatar und seinen Verbündeten Kra’thor und war die Initiatorin des Pakts des Lichts.


Zum Pakt des Lichts gehörten, neben Eluive, Horteras und Temora, Phanodain und Cirmias. Die Brüder und Söhne Horteras erreichten Alathair nach der Bitte Temoras an deren Vater. Dort erschufen sie das Volk der Eledhrim und Kaluren und vermittelten ihnen ihre Werte. Den Elfen wurde ein langes Leben geschenkt, um Wissen, Geschichte und Weisheit zu verwahren und weiterzugeben. Die Zwerge sollten als Wächter den Götterberg beschützen und verteidigen und die Handwerkskünste zur Meisterschaft bringen, um allen Lebenden auf Alathair etwas Nachhaltiges zu schenken.


Dagegen steht neben Alatar Kra’thor, der sogenannte Seelenfresser. Von Alatar beschworen standen er und seine untoten Horden an dessen Seiten in der ersten Schlacht von Varuna. Dort wurde der Dämon allerdings von Temora besiegt und von ihr gezwungen jedwede Seele sicher in die Anderswelt zu geleiten. Diesen Bann brach er jedoch und sammelt seither eine wachsende Zahl von Dienern um sich, die ihn mit dargebrachten Seelen stärken, selbst wenn er selbst und seine Anhängerschaft den direkten Blick Temoras noch immer scheuen müssen.


Die jüngste Gottheit Alathairs ist Ahamani, Alatars Tochter. Über den genauen Zeitpunkt und auch die Art der Erschaffung ist nichts bekannt. Vermutlich wurde sie bereits Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte vor ihrer Offenbarung im Jahr 258 geformt und mit sich brachte sie das Volk der Rashar. Im Gegensatz zu Alatar lehrt sie nicht die Ablehnung und strikte Bekämpfung aller Andersgläubigen, sondern vertritt ebenso wie ihr Volk eine achtsame Neugier. Ahamani hält jene, die ihr folgen, dazu an ihr Wissen zu mehren.

Die Erwählten der Götter

Die dunkle Priesterschaft

Das lichte Pantheon