La Cabeza

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„La Cabeza“ – Heimat der Piraten

Einige hunderte an Seemeilen südöstlich vor Bajard gelegen, ist „La Cabeza“ zu finden, Insel der Legenden und Sagen, der Barde Loyak der in Piratengefangenschaft war schrieb einmal:

„Wenn die Götter nicht den Umhang des Himmels über uns gelegt hätten könnte man von dieser Insel die Abgründe der Welt sehen. La Cabeza ist so nahe am Rande der Erde das ich keinen verlorenen Ort kenne, die erdrückende Einsamkeit und das Gefühl von jedweder Gottheit verlassen zu sein, lässt in mir ein unwirkliches Gefühl hochkommen. La Cabeza ist in jeder Beziehung einzigartig und schrecklich attraktiv für jeden Freigeist. Temora leite mich Heim denn hier mag ich nicht sein!“

Diese traurige Anekdote eines Heimwehs geplagten Seemanns zeigt den Reiz von La Cabeza auch wenn seine Worte eher lyrischer Natur sind als das Bild der Insel wiederzuspiegeln. Die Reise nach La Cabeza ist jedem ans Herz zu legen der Freiheitsliebend ist. Nun ja… gesetzt man weiß wo man suchen soll. In den oftmals so stürmischen Gewässern tummeln sich Haie und andere fleischfressende oder gar giftige Meeresbewohner und schon mehrere Meilen vor der Insel warten tückische Riffe die „Corpus Offula“ unter Wasser auf die fette Beute an stolzen Schiffsbäuchen, welche die Strömung meistens frech in deren Rachen treibt. Nur wirklich erfahrene und eingeweihte Seemannen, welche um den einzigen, geheimen Zugang zum sicheren Hafen wissen, können die Insel befahren und anlegen. Doch wer dieses Glück und das nötige Quäntchen Wissen besitzt, der wird wahrlich nicht enttäuscht, denn obwohl gerade im Hafen Cabezas das Leben in Form von lauten Spelunken, Tandfeilscherei, billigen Nächtigungsmöglichkeiten und der ein oder anderen Schnapsbrennerei geradezu pulsiert, so finden sich auch malerisch idyllische Strände voller Kokospalmen und geheime Buchten wie Wasserfälle auf der stetig warmen Insel und entlocken auch hartgesottenen Haudegen ab und an einen heimlichen, zufriedenen Seufzer der Rührung. Als besondere Stätte ist wohl noch neben dem quirligen Hafen und der kleinen Sumpf Halbinsel „El Nicho“, auf welcher sich die wehrhafte cabezianische Festung befindet, auch noch der dazugehörige Zwillingsfelsen „El Faro“ zu nennen, auf welchem man eine Art Leit-Turm erbaut hat, in welchem nur in besonders nebelreichen oder düsteren Nächten ein grünliches Seefeuer brennt. Es dient dem eingeweihten Kapitän zur Orientierung und lotst feindliche Schiffen auf falsche Fährten, denn just vor der leuchtenden Felsinsel warten die meisten Rifffallen.

Die Entdeckung von La Cabeza geht zurück auf Piratenkönig Alejandro Perera der eher zufällig die Insel entdeckte als seine tunkende Mannschaft in den Sog der Strömung geriet und nach einem harten Kampf gegen Wind, Wetter und teuflische Riffe in die Bucht von „La Cabeza“ strandete. Die Insel war vor Entdeckung noch bewohnt von Ureinwohnern die ihre Neuankömmlinge freudig willkommen hießen. Es wurden Feste abgehalten und die Piratenmannschaft wie in der Nachwelt umsorgt und gefeiert, wie Götter. Die Männer Pereas mit seltsamen Kleidungstücken aus aller Welt und mit magischen Waffen gerüstet, waren für die ursprünglichen Bewohner der Inbegriff ihrer eigenen Gottheiten und wurden in alle Geheimnisse der Insel eingeweiht. Als dadurch Perera die Schätze und den Nutzen der Insel sah war ihm klar dass dies die neue Kopfstation der damals unorganisierten Piraten werden sollte. Das Problem waren die dort ansässigen Ureinwohner. In einer blutigen Schlacht die in einem Gemetzel endete konnte ein Grossteil der Ureinwohner entfernt werden. Die verbliebenen Bewohner, darunter ein mächtiger Schamane verfluchten die Insel auf das niemand hier jemals den Beistand seiner Götter erhalten soll. Die Insel wurde zu einem einsamen und wahrlich gottverlassenen Ort, denn Eluive gewährte dem Schamanen die Bitte die Insel niemals in die Hände einer fremden Gottheit fallen zu lassen. Auch wenn die vermeintlichen Götter nur die schlimmsten Piraten der Welt waren, war es diese Torheit der Ureinwohner, die La Cabeza zum besten Stützpunkt für Perera und seine Piraten machte. Denn dieser Fluch beschützt noch heute die Insel. Kein Magier, noch Priester werden einen Ort entdecken den es für die Götter nicht mehr gibt. Und die gläubigen Menschen des Festlandes sei es der Soldat der Vergeltung für die Greul der Piraten fordert oder der Missionar der neue Schafe sucht werden auf diesem Eiland erhört werden.

Neben der Idylle der Palmen und Sträucher. Ist es ein gefährlicher Ort. Denn die Insel an sich ist entstanden durch Seebeben die in einer Vulkan Insel endeten. Durch den nähreichen Boden und ohne das einwirken von Menschenhand wurde sie zu dem Schmuckstück die sie heute ist. Leider hat jede Schönheit ihre andere Seite. Nirgends auf der Welt leben so viele giftige Wesen wie auf La Cabeza. Skorpione, Spinnen und giftige Schlagen beherbergt die Fauna der Insel. Auch wenn der Vulkan erloschen ist gibt es fast monatlich starke Seebeben die die Einfahrt in die Bucht von La Cabeza verändern. Selbst wenn ein Piratenschiff den Weg nach La Cabeza kennt, kann er sich innerhalb eines Monats verändert haben. Und ohne den Beistand von „El Faro“ wäre die einfahrt für solch ein Schiff nahezu unmöglich.

Alles in allem ist „La Cabeza“ ein wunderschönes, malerisches Südseeinselchen, welches jedoch seiner Bevölkerung was Tücke und Überraschungen betrifft in Nichts nachsteht!

Auszug aus dem „Codex Piratia“


Cabezianischer Eid

Wir sind Kinder der See, Streiter der Vergessenen und Verteidiger der Freiheit. Wir haben unser Blut und unseren Schweiß gegeben, damit die Männer und Frauen der Insel La Cabeza sich nie mehr den Zwängen der Regierung der Reiche beugen müssen! Wir rauben Gold und Leben der Gesellschaft der Ungerechtigkeit, überziehen Festland und See mit Angst und Furcht. Aye, wir sind Krieger der See und beschützen jene, die keine Furcht kennen!

Man nennt uns Piraten, Geißel der See und Peiniger der Seefahrt. Wir stehlen und plündern, Gerechtigkeit und Gesetz des Festlands sind uns fremd. Wir sind die Ausgestoßenen, die Vergessenen einer erkrankten Welt von Heuchlern und Gottesfürchtigen.

Für ein Stück Freiheit, etwas Gold und eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Wir sind Piraten!

Wir sind frei!



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