Heiler

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Heiler


I. Allgemeines

„Bewahre uns vor dem Drang, uns unnötig einzumischen, vor zu großer Begeisterung für das Neue und vor der Verachtung des Altbewährten, vor der Versuchung, Wissen vor Weisheit zu stellen, Wissenschaft vor Kunst und Übergescheitheit vor Vernunft, vor der Sünde, Patienten als Fälle zu betrachten und die Heilung einer Krankheit schmerzhafter zu gestalten als ihr Erdulden.“

  • Gebet eines Arztes



Die Bezeichnung Heiler gilt nur als übergeordneter Begriff für verschiedene Ausprägungen all jener, die sich der Erforschung und/ oder Heilung von Geist und Körper verschrieben haben. Ihre Aufgabenfelder sind sehr vielfältig, weshalb sich ein Vertreter dieser Berufung üblicherweise in irgendeiner Form spezialisieren wird. Von der Behandlung und dem Eindämmen von Krankheiten und Seuchen über die Versorgung von Verletzten und dem Zusammenstellen von effektiven alchemistischen Gebräuen, Ölen und Lösungen bis hin zur wissenschaftlichen Erforschung der menschlichen (oder anderweitigen) Anatomie liegt alles im Rahmen dieses Berufs.

So unterschiedlich wie die Arbeitsgebiete des Heilers sind, so verschieden sind seine Vertreter. Sie leben sowohl in Städten, als auch in kleinen Dörfern, obwohl sie eher selten völlig abgeschieden wohnen. Heiler gibt es in allen Altersstufen, wenngleich ein meisterliches Wissen und Verständnis wohl erst mit einer gewissen Reife einhergeht, und in allen Schichten der Gesellschaft. Der Glaube eines Heilers mag geprägt sein von dem Umfeld, in dem er aufwuchs, in dem er unterrichtet wurde oder lebt, oder einer bewussten Entscheidung für oder gegen einen Gott. Viele lichtgläubige Heiler verehren die Göttin Eluive, die Schöpferin allen Lebens und Seins Alathairs. Jener Glaube hält sie aber auch dazu an feindliche Verletzte nicht auf dem Schlachtfeld verbluten zu lassen, selbst wenn sie sich vermutlich ihrer Verbündeter zuerst annehmen würden. Unter den Menschen gibt es jedoch zahlreiche Vertreter der Berufung, die Temora oder Alatar zuvorderst folgen und sich deren Tugenden auf die Fahnen geschrieben haben. Der Glaube hat hierbei keine Auswirkung auf die Fähigkeiten oder Effektivität eines Heilers, es sei denn sein Gottvertrauen lässt ihn härter oder überzeugter arbeiten.

Viele Heiler wissen um die Gefahren dieser Welt, haben ihre Erfahrungen gemacht mit dem Drangsal ihrer Berufung, weshalb sie gelernt haben sich zu schützen. Zwar würde er nur selten und nur unter besonderen Umständen einen Angriff selbst beginnen, doch weiß er sich mithilfe seiner Tinkturen, Rüstungen, kleineren Handwaffen oder einem Bogen durchaus zur Wehr zu setzen.


II. Verschiedene Heilertypen

Heiler

Die Möglichkeiten der Klasse sind vielfältig und lassen die verschiedensten Spielweisen zu. Folgend genannte Typen sind als Beispiele zu werten, die aufzeigen sollen, dass es noch andere Wege gibt als den klassischen Heiler.

Feldscher

Der Feldscher, auch Feldscherer oder Wundarzt, ist eher ein Handwerker, der Verwundungen von Verletzten im Krieg und auf dem Schlachtfeld versorgt. Üblicherweise erlangt er seine Kenntnisse in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Zahnpflege über die Ausbildung bei halbprofessionellen Laien: Barbier, Bader, dem Hufschmied und dem gefürchteten Scharfrichter (der sein anatomisches Wissen an der Folterbank erhält). Viele Feldscher belassen es jedoch nicht bei diesen Anlagen, sondern nutzen die Zeiten des Friedens, um sich weiterzubilden und auch ihre Berufserfahrungen an Soldaten weiterzugeben. Oftmals sind die Feldscher in eine Militärorganisation fest eingebunden. Der Feldscher ist zumeist wehrhaft und abgeklärt, sein Vorgehen eher effektiv und zielführend. Oftmals muss er rasch schwere Entscheidungen treffen, um Leben zu retten, weshalb er meist einen starken Willen und große Durchsetzungskraft besitzt.

Alchemist

Das Spektrum der Alchemisten reicht von praktischen Chemikern und Apothekern über Personen mit stark esoterischen und mythisch gefärbten Spekulationen bis zu betrügerischen „Goldmachern“. Am häufigsten, weil am untrüglichsten in den Ergebnissen, ist der Alchemist ein Experte der verschiedenen Reagenzien und Tinkturen. Bei ihm kann man alle Sorten an Tränken in hochmeisterlicher Qualität erwerben. Er stellt Medizin gegen verschiedene Krankheiten her, jedoch verstehen sich die zwielichtigen Heiler ebenso gut auf das Mischen äußerst wirkungsvoller Gifte. Aufgrund der Komplexität ihrer Spezialisierung sind viele Alchemisten perfektionistisch veranlagt und werden von ihren Mitbürgern bisweilen wohl als verkopft bezeichnet. Doch ist es genau diese Genauigkeit und Detailliebe, die vielen bereits das Leben gerettet hat.

Forscher

Die Forscher versuchen neue Tinkturen und Salben gegen alles Übel zu finden, Krankheiten noch schneller oder nachhaltiger heilen zu können oder gar selbst Krankheiten oder Reagenzien zu züchten, um ihre Auswirkung und Heilchancen auszuprobieren. Viele Forscher erkunden in Experimenten die Anatomie von Mensch, Tier oder Wesen aus den düsteren Höhlen Gerimors, um das Wissen zielführend einsetzen zu können und in Abhandlungen das gewonnene Wissen weiterzugeben. Oft sind sie in den entlegensten Gebieten zu finden, wo sie Proben sammeln oder versuchen neue Pflanzen, Kräuter oder Reagenzien zu entdecken. Der Forscher ist weniger selbst praktizierender Heiler. Zwar wird er einem Hilfesuchenden nicht die Unterstützung verwehren, doch sieht er sich selbst zumeist eher in der Rolle des Beistandes, Beraters und Dozenten.

Quacksalber

Der Quacksalber ist der Betrüger innerhalb der Berufsgruppe. Selbst wenn er vermutlich die Grundlagen der Heilkunst beherrscht und auch anwendet (man muss ja zumindest einige offensichtliche Erfolge vorweisen können für Kundschaft), wird seine Priorität stets sein, seine Taschen zu füllen. Dabei greift er gerne auf Lug und Trug zurück, bedient sich geschickt des Aberglaubens und der Furcht des Volkes und ködert sie mit Versprechungen von Schutz und Sicherheit oder Wundertätigkeit. Oft nutzt er (echte oder vorgegaukelte) Ingredienzien, die ein ausgebildeter Heiler als Augenwischerei belächelt, wie Knochenstaub eines Gehenkten, Tränen einer Jungfrau oder von Schreinen gesammelte Tautropfen. Der Quacksalber ist zumeist eher geschickter Darsteller, geübter Rhetoriker und Empath, denn akkurater Heiler oder Alchemist. Oftmals kennt er die zwielichtigen Orte einer Stadt ebenso wie die Treffpunkte für Klatsch und Tratsch, doch auch die Gassen und Verstecke – nicht alles klappt immer wie geplant.

Parfümeur

Neben einem entsprechend ausgeprägten Geruchssinn, musischer Begabung und sinnlicher Erlebnisfähigkeit sind Kenntnisse aus anderen Berufen für den Weg eines (erfolgreichen) Parfümeurs erforderlich. Es bedarf einer soliden Grundausbildung in der Herstellung von Salben, Laugen und Ölen ebenso wie das Fachwissen um Kräuter, Blumen und deren Wirkfähigkeit wie Essenzen. Oftmals bedarf es vieler Jahre bis ein Parfümeur alle notwendigen Herstellungsweisen erlernt hat und seine Nase selbst die feinsten Nuancen unterscheiden kann. Zumeist leben sie in großen Städten, um ihre Produkte direkt zu vertreiben, bisweilen finden sich aber auch wandernde Barbiere. Da die Komposition eines Parfüms ein Prozess ist, der besondere Kreativität erfordert, sind Parfümeure Menschen, die häufig auch über künstlerische Fähigkeiten in anderen Bereichen verfügen, ohne dass sie Dichter, Komponisten oder Ähnliches sein müssen.

Hebamme

Hebammen sind zumeist Frauen, die das Geburtsgeschehen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett betreuen. Sie sind kundige und einfühlsame Menschen mit einem oft enormen Wissensschatz über den Verlauf von Schwangerschaften, Geburt und Pflege von Mutter und Neugeborenem. Sie kennen alle Kräuter und Hilfsmittelchen, um die Zeit zu erleichtern, und gar wie man das Ungeborene pflegen und stärken kann mit richtigem Essen und Tee. Doch sollte ein Kind verloren gehen oder gar die Mutter bei der Geburt oder im Wochenbett sterben, fällt ihnen ebenso die Aufgabe der Trauerbegleitung oder Waisenversorgung zu. So steht eine Hebamme oftmals an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Wegen der bisweilen belastenden und komplexen Veranlagung des Berufstandes sind Hebammen meistens beherzte, charakter- und willensstarke Frauen, denen eine natürliche Ruhe und innere Stärke innewohnt. Wie sonst sollten sie die aufgekratzten Leute bei einer Geburt dirigieren können?

Neben den genannten Typen sind natürlich noch verschiedene andere Spielweisen möglich wie Kräuterweiblein (oder –männlein), Operateur, Leichenbeschauer, Akupunkteur, wandernder Wundarzt und Barbier oder Bader, der selbsthergestellte Öle, Salben und Seifen verkauft. Nächst der Heilung des Körpers bedarf es oftmals einer Linderung des Geistes, weshalb es auch solche Heiler gibt, die sich darauf spezialisiert haben und deren Ansinnen es ist, die mentalen Wunden ihrer Patienten zu behandeln.


III. Ausbildung und Werdegang eines Heilers

Heiler

„Das Leben ist findend und schöpferisch, die Lehre nur festigend und gestaltend, nimmer würde aber die trefflichste Lehre ihr Werk verrichten, träte ihr nicht aus dem Lernenden ein empfängliches und mitfruchtendes Verständnis gegenüber.“

  • Aus den Aufzeichnungen des Wissenschaftlers Jacobinus Grimm

Kein Krieger wird als Ritter geboren, kein Gläubiger als Priester, keine mitfühlende und wissbegierige Seele als Heiler. Vor der Zeit als Meister stehen die Lehrjahre und bekanntermaßen lernt man nie aus. So wird man wohl, nicht zu Unrecht, einem 16-jährigen „Könner“ aller medizinischen Künste mit Skepsis und Argwohn begegnen. Allen Vertretern der Berufsgruppe ist wohl zu eigen, dass sie irgendwann in ihrer Laufbahn einen Lehrmeister hatten oder ihn sich noch suchen müssen. Zwar können zahlreiche Grundlagen durch Bücher erlernt und gefestigt werden, doch bedarf es der praktischen Übung und Anleitung, um das Recht zu erwerben sich tatsächlich als Heiler bezeichnen zu dürfen.

Aufgrund der Vielfältigkeit der Berufung ist eine grobe Spezialisierung für die Erlangung von meisterlichem Wissen meist unumgänglich und die Herangehensweise an medizinische Probleme offenbart jene zumeist, selbst wenn dies dem Heiler oftmals selbst nicht bewusst ist. Die Prägung erfährt ein Lehrling in der Regel von seinem ersten Lehrmeister. Nicht selten ist dieser ein Familienmitglied oder anderweitig Nahestehender, der in einem jungen Geist das Interesse und die Wissbegierde an den Lehren der Heilkunst wecken kann. Beispielsweise bleibt der Familie eines wandernden Wundarztes oftmals keine andere Wahl als mit ihm zu ziehen und was wäre naheliegender als ihm auf den Reisen bei seiner Arbeit zur Hand zu gehen? Hebammen geben ihr Wissen stets an ihre Töchter und möglicherweise Enkelinnen weiter, selbst wenn diese vielleicht letztlich einen anderen Pfad beschreiten. Vielleicht sind es aber auch die absonderlichen Experimente des Onkels, die den Funken der Neugier entflammt haben. Gerade junge Lehrlinge übernehmen zu Beginn oftmals die Ansichten ihrer Mentoren und entwickeln erst im Laufe ihres Lebens durch neue Eindrücke und andere Auffassungen einen eigenen Stil. Dafür ist es unerlässlich, dass ein Heiler, der seine Grundausbildung abgeschlossen hat, auf Wanderschaft geht und/ oder sich neue Dozenten sucht. Erst in dieser Phase seines Werdeganges wird ein Heiler wohl selbstständig mit Experimenten und Versuchen beginnen und seine Ergebnisse mit anderen Berufskollegen diskutieren oder in Büchern niederschreiben. Doch erst, wenn ein Heiler durch Lehre, Erfahrung, Abwägung und Austausch einen großen Wissensschatz gewonnen hat, sollte er sich selbst als Meister der Heilkunst bezeichnen und selbst Schüler annehmen.

Der Werdegang eines nicht-klassischen Heilers oder Alchemisten kann unter Umständen anders verlaufen. Bisweilen fehlt es nach der Grundausbildung an anderen Mentoren (beispielsweise in Familienbetrieben) oder eine weiterführende Ausbildung wird als unnötig erachtet (beispielsweise bei Quacksalbern). Die Betroffenen müssen eben mit den entsprechenden Einschränkungen leben, doch steht ihnen vielleicht gerade auf Gerimor ein neuer Weg offen ihren Horizont zu erweitern.


IV. Heiler in anderen Rassen

Jedes Volk verfügt über ein ganz eigenes Verständnis von Heilung, Lehre, Gottglauben und Arznei. Ebenso unterschiedlich sind auch die Aufgaben und Lebensläufe der jeweiligen Heiler, wie ihr Vorgehen.

Wundflicker (Zwerge)

„Stell dich nicht so an! Du hast ja schon Pipi in den Augen!“, ist ein Satz, den ein kalurischer Heiler typischerweise sagen könnte. Dabei meint er das unter Umständen ganz wörtlich. Die zwergischen Heiler sind für ihre derben Methoden und ihre besonderen Biere und Pilztränke bekannt. Die Methoden sind so ruppig und robust wie die Kaluren selbst. Stark gebaut gibt es kaum etwas, das einen Zwerg so schnell aus den Latschen wirft. Sollte es aber doch mal passieren, dann sind die Wundflicker rasch zur Stelle und richten die Situation mit einigen gezielten, starken (und oftmals schmerzhaften) Handgriffen. Sie brauen außerdem besondere Heiltränke auf Basis von Bier, das sie mit verschiedenen Wirkstoffen versetzen, um so bestimmte Wirkungen zu erzielen. Tatsächlich sind viele der besten Brauer Nilzadans auch Heiler. Daneben vertrauen die Wundflicker vor allem auch auf die große, heilende Kraft der Pilze, die zahlreich und in vielen Formen unter der Erde wachsen und gedeihen. So artenreich sind die Pilze in ihren Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten, dass sich ein ganzer Wissenschaftszweig bei den Kaluren um sie herum gebildet hat. Sie arbeiten mit den Salzen der Erde und Steinen, den zahlreichen unterschiedlichen Pilzen aus den Höhlen und Stollen Nilzadans und Kaluriens und dem, was sie von den Steinbeißern gewinnen können. Viele Wundflicker beschreiten später auch den Weg der Bauhütte, wo sie sich, sofern Cirmias sie beruft, zu seinen Geweihten ausbilden lassen.

Nestor (Elfen)

Aufgrund ihrer besonderen Fähigkeit, das Lied Eluives intuitiv wahrzunehmen, kommen den Nestryn besondere Möglichkeiten zu. Zwar können auch die elfischen Heiler Wunden nicht einfach verschwinden oder Gliedmaßen nachwachsen lassen, doch liegt ihrer Heilkunst ein unbestimmter Zauber inne, der bisweilen mehr vermag als das bloße Handwerk der anderen Rassen. Da die Eledhrim nur selten Krankheiten erleiden, müssen sie (gemessen in elfischen Jahren) nicht viel ihrer Zeit auf deren Studium verwenden. Jahrelange Übung sowie die Überlieferungen der Lindil über die Kräuter des Waldes und ihre Geheimnisse machen die Heilkundigen der Elfen zu besonders fähigen Alchemisten. Nicht zuletzt aufgrund ihrer ausgeprägt hohen Konzentrationsfähigkeit können sie langwierige Rezepturen umsetzen und komplexe Elixiere zubereiten. Das Herstellen der sagenumwobenen Elfenweine oder die Kochkunst stellen außerdem einen Randbereich der Tätigkeit der Nestryn dar. In ihrer Funktion im Kampf sind die Heiler diejenigen, die sich in den hinteren Schlachtreihen einordnen, oft zwecks einer guten Beweglichkeit nur leicht gerüstet und sicherheitshalber mit einem Bogen bewaffnet. Dort werden sie Verwundete und Erschöpfte auffangen, ihnen Mut und neue Kraft schenken und die Verletzungen versorgen. Häufig gehen die Nestryn in einem höheren Alter den Pfad des Faenestors, ein Liedwirker, der sich auf die Seelenklänge von lebenden Wesen spezialisiert hat. Sie haben ihre intuitiven Fähigkeiten weiter verfeinert, fühlen sich als Wächter der Artefakte berufen und helfen in verschiedenen Zeremonien innerhalb der Elfengesellschaft.

Lethrusar/ Lethrusae (Letharen)

Die Lethrusar und Lethrusae sind aufgrund der Besonderheit ihres Volkes in vielfacher Hinsicht kaum mit den Heilern anderer Rassen zu vergleichen. Ihr Vorgehen bei Verletzungen oder Krankheiten ist oft mitleidsloser als notwendig. Zwar lassen sie dem Kranken im Rahmen ihres Wissens alle Versorgung zukommen, die als nötig erachtet wird, damit er die Schädigung übersteht, den letzten entscheidenden Kampfeswillen und die erforderliche Stärke wird aber der Patient selbst aufbringen müssen. Die Lethrusar und Lethrusae haben keine Skrupel Individuen, die als schwach oder entbehrlich angesehen werden wie Ungläubige oder jene, die Letharen als Gegner ihres Vaters betrachten, wie beispielsweise Lichtenthaler, verblutend zurückzulassen oder ihnen den Gnadenstoß selbst zu versetzen. Für ihre alchemistischen Tinkturen nutzen sie bisweilen befremdliche (z. B. vergorene Kräutersäfte) oder gar vom Blickwinkel der Menschen widerwärtige (z. B. eingelegte Maden) Ingredienzien, doch auch den Reichtum der unterirdisch im Axorn befindlichen Stoffe, Pflanzen und Tiere. Vielleicht sind ihre Arzneien ekliger als die von anderen Heilern, doch nicht weniger effektiv. Die Heiler unter den Letharen sind wichtige Mitglieder der Gemeinschaft. Sie versorgen die Ihren mit stärkenden Tränken in der Schlacht, kümmern sich um Verletzungen, damit die eigenen Reihen nicht geschwächt sind, und stellen auch selbst im Kampf eine nicht zu unterschätzende Kraft dar. Zwar kann ein Lethrusar/ Lethrusae nie denselben hierarchischen Status erreichen, wie ein Krieger, Magier oder Templer, jedoch sind seine Leistungen entscheidend und bestimmen sein Ansehen im Volk.

Medizinmann (Thyren)

Ein Medizinmann ist kein konventioneller Heiler. Nicht selten finden gerade die anderen Rassen sein Gebaren und sein Auftreten sonderbar und äußerst befremdlich. Dennoch ist der Heiler der Thyren nicht zu unterschätzen. Wer glaubt, unter den Medizinmännern der Thyren einen schmächtigen oder verkopften Forscher vorzufinden, der irrt. Nicht selten ist deren Statur kräftig muskulös, so wie es diesem Volk zu eigen ist. Das Auftreten lässt darauf schließen, mit wem man es zu tun hat. Stets legt er sich, wenn er seiner Berufung nachgeht, traditionellen Riten folgend, Bärenfelle über, denn es ist Bär, der Heiler, der ihn unterstützt in seinem Wirken und Handeln. Um dem Totem näher zu sein, wird er oft dabei gesehen, wie er sich des Räucherwerks und beschwörenden, rituellen Gesängen widmet, sich berauscht, in dem sicheren Wissen über die Benebelung in eine Art Trance zu gelangen. In dieser ist er Bär so nahe, dass er einen Weg finden wird, dem Kranken zur Genesung zu verhelfen. Der Medizinmann nutzt für seine Tränke und Salben nicht selten den Met oder die gehaltvolle Metmilch seines Volkes oder die bei Wulfgard fruchtbar sprießenden Kräuter und Gewächse. Viele seiner Behandlungen haben mit Inhalation oder der rituellen Reinigung eines Geists zu tun, um in dem Kranken Raum zu schaffen für die segnende Wirkung von Bär. Doch ebenso wenig wie Bär nur Heiler ist, ist es der Medizinmann. Der Medizinmann versteht sich auf den Kampf, insbesondere, wenn es darum geht sein Rudel, seinen Clan zu beschützen. Der Zorn eines Bären ist vernichtend für alle in seinem Weg.

Hakim (Menekaner)

Heiler

Die Heiler der Menekaner sind in ihren Methoden und Arbeitsweisen denen der Menschen näher als denen anderer Völker. Aufgrund der systematischen Ordnung der Gesellschaft und dem engen Kontakt untereinander wird das Wissen dieser Berufsgruppe aber oftmals besser gesammelt, bewahrt und weitergegeben als bei den Menschen. Vermutlich liegt es daran, dass die Hakim als besonders belesen und fortschrittlich gelten, insbesondere, wenn es darum geht, neue Behandlungsmethoden zu entwickeln oder den Auslöser eines bestimmten Symptoms zu ergründen. In ihrem Handeln versuchen sie den Lehren Eluives zu folgen das Leben zu bewahren und beschützen, doch auch es, gerade im entbehrungsreichen Bestehen ihres Volkes, zu erleichtern und verschönern. Die Öle und Essenzen der menekanischen Heiler gelten als besonders erlesen, ihre hergestellten Parfüms und Duftwässer erfreuen sich großer Beliebtheit auf Menek’Ur, doch auch außerhalb davon. Für ihre Tränke, Tinkturen und Salben nutzen sie das Salz als Geschenk Eluives und, neben der eher kargen Vielfalt der Flora in der Wüste, aus Tieren gewonnene Ingredienzien wie Gift von Schlangen oder zerriebene Skarabäen. In einem Kampf oder Krieg ordnen sich die Hakim in den hinteren Schlachtreihen ein, zumeist mit einem Bogen ausgestattet, um Verletzte zu bergen und versorgen, aber auch um neuen Mut zuzusprechen und Erschöpfte zu kräftigen.

BrakNa (Rashar)

Die BrakNa der Rashar gehen bereits als Kinder diesen Weg, da ihr Schicksal von Geburt an vorbestimmt ist. Zunächst erlernen sie die Grundlagen der Heilkunde wohl spielerisch bis sie ein Verständnis von den Lehren Ahamanis gewonnen haben, die all ihrem Handeln als BrakNa zugrunde liegen. Der Schlüssel zu allem, auch der Gesundheit und Genesung, findet sich in festem Ding (Kun). Die Aufgabe der Heiler ist es das, in Ahamanis Verständnis vollkommenste Zusammenspiel von Kun, der lebende Körper, profund zu verstehen und rein und gesund zu halten sowie schädlichen Einfluss zu entfernen. Die Kombination von Reagenzien für Salben, Tränke und Tinkturen entspricht gänzlich dem Streben der Rashar nach Verbesserung bestehenden Kuns, während manche Heilmethoden für andere Rassen vielleicht sonderbar anmuten. Die BrakNa bedienen sich neben der klassischen Wundheilung auch alternativer Heilmethoden wie Behandlung mit heißen Steinen, Akupunktur oder einem an Schamanismus grenzenden Ritus mit Rauchinhalation und Talismanen. In der Gesellschaft der Rashar sind die BrakNa, insbesondere die weiblichen, sehr angesehen. Die Heiler der Rashar besitzen ein gutes Verständnis des Kuns, wenngleich sich die hohen Lehren davon nur den Geweihten Ahamanis erschließen. Doch können ausschließlich weibliche BrakNa, die besonders verständig, fleißig und beharrlich sind, von Ahamani erwählt werden, um ihre Geweihten zu werden.


V. OOC-Informationen

Der Heiler und sein Spellbuch

Ein Heiler ist kein Liedwirker. Kein Heiler kann das Lied hören (abgesehen von den Nestor der Elfen, die es intuitiv wahrnehmen), aktiv beeinflussen oder verändern, das heißt eine magische Heilung ist ihm nicht möglich. Die im Spellbuch beinhalteten Zauber dienen lediglich zur technischen Untermalung ihres Handelns und ihrer hohen handwerklichen Kunstfähigkeit. Das heißt, nutzt ein Heiler etwa den Zauber „Aufwecken“ (bewusstlose Charaktere vor Ablauf der Zeit aufwecken), muss dies im Rollenspiel beispielsweise mit der Verwendung von Riechsalz dargestellt werden.

Aufstiegsmöglichkeiten der Heilerklasse

Der Heiler ist keine klassische Aufstiegsklasse. Zwar besteht die Möglichkeit durch aktives Spiel und Weiterentwicklung des Charakters einen erleichterten Ein- und verkürzten Aufstieg in der Klasse der Geweihten zu bekommen (auch abhängig von der Rasse), doch besteht hierzu kein Zwang. Ein Heiler kann einfach Heiler bleiben, wenn er keine Ambitionen in die klerikale Richtung hegt. Um die erarbeiteten Skills bei einem Wechsel zum Geweihten zu behalten, muss ein Heiler jedoch mindestens 6 Monate aktiv bespielt sein und ein RP-Level von 4 oder höher vorweisen können, bevor er sich im Rollenspiel an die jeweilige weiterbildende, klerikale Institution heranspielt. Dies gilt für alle Rassen gleichermaßen, wobei die individuellen Voraussetzungen für Bewerbung und Wechsel je nach Rasse abweichen können. Dafür sollte man sich an die jeweilige Betreuung wenden.

Klassenwechsel zum Heiler

Ein Klassenwechsel zum Heiler ist mit einer entsprechenden Bewerbung jederzeit möglich (abgesehen natürlich von Klassen, die keinen Wechsel zulassen wie beispielsweise Magier oder Diener Kra’thors). Es wird jedoch erwartet, dass der Charakter eine realistische Entwicklung durchläuft und eine gewisse Zeit in die Lehre geht. Deshalb sollte in der Bewerbung der Name des ausbildenden Heilers (Spielercharakter) genannt werden und die Entwicklung des Charakters, nach der Zulassung und Wandlung zum Heiler, mittels RP-Posts im Forum oder Logs an die Heilerbetreuung nachgewiesen werden. Ansonsten kann ein Klassenwechsler wieder deflaggt werden.

Rassen: Alle Rüstungseinschränkungen: Lederrüstungen, beschlagenes Leder, Kettenrüstungen, keine schweren Schilde Waffeneinschränkungen: Stich- und Fechtwaffen, Stabwaffen, einhändige Schwerter und Keulen, Bögen Stärken: Heilkunst, Anatomie, Kochkunst, Alchemie, Geschmackssinn, Tierkunde, Transzendenz, Vergiften


VI. Bewerbung

Der Guide hat dich neugierig gemacht? Du möchtest als menschlicher Feldscher die Armee eines Reiches unterstützen, als Wundflicker neue Bier- und Pilztinkturen entwickeln, als Medizinmann zur Stärke Deines Rudels beitragen oder als Quacksalber all die Leichtgläubigen über den Tisch ziehen? Dann schicke eine Mail an den oder die zuständigen Betreuer. Die Bewerbungen zur Heiler-Klasse für andere Rassen an die Heilerbetreuung und eine ausführliche Rassenbewerbung an den jeweiligen Rassenbetreuer.

Folgendes sollte in der Bewerbung zum Heiler enthalten sein:

  • Dein Accountname (nicht Passwort!)
  • Ausführliches Charakterprofil zu Deiner erdachten Figur (Aussehen, Alter, Stärken, Schwächen, Wünsche und Ziele, Herkunft und bisheriger Werdegang/ bisherige Ausbildung als Heiler)
  • RP-Geschichte mit einer klar erkennbaren heilerischen/ alchemistischen Situation: Es muss nicht unbedingt Dein Charakter in der Geschichte vorkommen (beispielsweise, wenn man die Ausbildung zum Heiler erst noch IG beschreiten will) – es geht eher darum, ob Du die Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen eines Heilers in Worte fassen und transportieren kannst.
  • Welcher groben Spezialisierung(en) soll Dein Heiler folgen und warum? (OOC – nur Menschen)
  • Warum möchtest Du einen Heiler spielen und was ist Dir daran besonders wichtig? (OOC)
  • Sofern Du einen Heiler in einer anderen Rasse spielen möchtest und er erst erstellt wird, bedenke zunächst die Voraussetzungen der Rassenbewerbung zu erfüllen.

Bitte überprüfe, bevor Du die Bewerbung schreibst, ob die Klasse und/ oder gewünschte Rasse derzeit im Aufnahmestopp steht. Bei Fragen und Unsicherheiten wende Dich am besten an den zuständigen Betreuer.