Diener Krathors: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Rüstungseinschränkung:''' Lederrüstungen, beschlagenes Leder, Knochen- und Kettenrüstung, keine schweren Schilde.
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'''Waffeneinschränkungen:''' Stich- und Fechtwaffen, Stabwaffen.
'''Rüstungseinschränkung:''' Lederrüstungen, beschlagenes Leder, Knochen- und Kettenrüstung, keine schweren Schilde. <br>
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'''Stärken:''' [[Heilkunst]], [[Transzendenz]], [[Vergiften]], [[Fechten]], [[Meditation]].
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Aktuelle Version vom 1. Dezember 2019, 22:15 Uhr

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Betreuer: Inari, Parsifal
Anfragen/Bewerbungen: Ticket
Spielerbetreuer: Christo
Rasse(n): Menschen

Blutige Fratze - Die Herkunft und das Sein Kra'thors

"Und sehet, die Toten werden sich erheben und wandeln auf dem Angesicht der Erde, um die Lebenden niederzuwerfen und sich zu laben an ihrem Leid. Ihnen wird folgen der große Rabe auf nachtschwarzen Schwingen und Er wird sich gütlich tun an den Seelen, die verloren sind, an den Seelen, die das Licht nicht mehr erreichen kann. Und Er wird erstarken und wachsen, gedeihen an dem Elend und Tod und einzig Seine treue Gefolgschaft soll bestehen und herrschen in Seinem Reich des ewigen Todes."

- Aus den Prophezeiungen des "Nebelbuches"


Kra'thor trägt viele Namen, deren Ursprung meist aus Furcht geboren wurde: Seelenfresser, Seelenfänger, Rabenherr, Verräter oder Herr der Untoten. Tatsächlich bedeutet sein Name aber "Tod", er wurde ihm von Alatar gegeben, welcher den Dämon vor langer Zeit mithilfe der Arkorither beschworen hatte. Einstiger Diener des Panthers und ehemals Unterjochter Temoras ward er viele hundert Jahresläufe vom Angesicht der Erde verschwunden gewesen. Doch nicht mehr. In Stille und Dunkelheit erstarkt der Dämon, verborgen vor den Augen der Götter und des Lichts, durch die Opfergaben seiner Diener, um eines Tages Rache zu nehmen an jenen, die ihn unterschätzt hatten.

Noch ist nicht allgemeinhin bekannt, dass der Dämon selbst ab und an sein Versteck verlässt in diesen Zeiten, um seinen Dienern seinen Willen zu offenbaren oder ihnen bei ihren Bemühungen beizustehen. Oftmals lenkt er auch andere Wesenheiten nach seinem Gefallen, um Richtungen vorzugeben, seine Geweihten zu leiten oder seine Feinde in die Irre zu führen. Nur seine verdientesten Anhänger können den Seelenfresser von einem seiner Trugbilder unterscheiden, Jahrhunderte des Verbergens haben ihn zu einem Meister der Täuschung gemacht.

Kra'thor zieht seine Macht und Stärke aus den ihm dargebrachten, geopferten und geweihten Seelen, weshalb dies auch die Hauptaufgabe seiner Diener ist: Ob in gemeinsamen Ritualen, durch kaltblütigen Mord oder durch geschickte Intrigen geopfert oder durch dunkle Messen vom Schutz durch einen Gott oder andere behütende Wesenheiten befreit, sollen sie ihm Seelen darbringen.
Wenn Kra'thor eine Seele verschlingt, die aus dem Leben scheidet, ist der Seelenfresser oft gewillt den nun leeren Leichnam mit neuem, falschen Leben zu erfüllen, gelenkt von seinem eigenen dunklen Willen. Die Toten erheben sich und wandern umher, nach allem Lebenden greifend in dem Bestreben es zu vernichten und neue Nahrung für den Dämon zu schaffen. Und so tun die entseelten überreste noch einen letzten Dienst - für ihn. Ebenso kann es geschehen, dass das Vorüberziehen eines Echos oder Schattens der Macht Kra'thors, bewirkt, dass sich ältere Leichname erheben ohne dass sich sein sie sonst stetig beherrschender Wille über sie gelegt hat. Solche Untote sind Beiwerk, für ihn eher eine Art "Abfall" seines unstillbaren Hungers. Letztlich tun sie aber ihren Dienst, indem sie alles Lebende schwächen. Der gleiche Trieb, der diese Untoten alles angreifen lässt, hindert sie daran den Auserwählten Kra'thors Schaden zuzufügen. Für diese können die entseelten Körper noch nutzbringende Werkzeuge sein, weshalb ein Diener des Seelenfressers diese Untoten niemals ohne Grund vernichten würde.

Fleisch und Bein - Die Welt der Untoten

"Hunderte stiegen aus den Gräbern auf, und sammelten sich vor dem Stadttor. Diese Ansammlung von längst verstorbenen Freunden, Bekannten und auch Geliebten trieb den Bewohnern die Tränen in die Augen. Ihre Moral war gebrochen. Niemand wagte es einen Pfeil auf die Toten zu schießen, denn die meisten waren ihnen bekannt."

- Aus den Aufzeichnungen eines unbekannten Chronisten


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Kra'thor bevölkert die Welt mit seinem Willen und seinen Dienern unterworfenen Untoten. Ihr Erscheinungsbild variiert dabei je nach Berufung zu Lebzeiten und der Zeit, die zwischen Tod und Erweckung oder auch seit ihrem Auferstehen verstrich:
Ein kürzlich verstorbener Erzmagier mag als Lichfürst wiederkehren, das faulende Fleisch dabei noch fetzenhaft auf den gammelnden Knochen hängend, bekleidet in den dreckigen und zerfressenen Kleidungsstücken seiner Beisetzung. Ein vor Ewigkeiten erweckter Bauer hingegen wird nicht mehr als ein Gerippe mit ausgebleichtem Gebein sein, während ein verwesender Krieger noch immer sein rostendes Schwert und seine durchlöcherte Rüstung trägt.
Besonders grausam scheint das Schicksal jener Seelen zu sein, die Kra'thor lediglich aus ihrem Körper reißt, auf dass sie für ihre Frevel zu Lebzeiten ewig gestraft werden. Nur schemenhaft zu erkennen irren sie durch dunkle Höhlen, durch Gassen von Dörfern, die schon viele Jahre nicht mehr sind als Ruinen, oder über die Friedhöfe, an denen ihrer keiner mehr gedenkt. Ihr grausames oder schmerzliches Heulen ließ schon vielen Unerfahrenen das Blut in den Adern gefrieren und panisch die Flucht ergreifen. Aus Missgunst und Schmerz fallen sie über die Lebenden her, um die zu zerreißen, die ihre Qual nicht teilen. Nicht selten hört man, dass ein Schnitt ins Fleisch weniger schmerzhaft sein soll, als der durchdringende Schrei eines dieser geschundenen Körperlosen, die einer endgültigen Erlösung harren.

Doch nicht nur Menschen fallen unter den Willen des Seelenfressers: Quasi alles, was einst Leben in sich trug, kann von seinem Schatten gestreift werden. Tiere ebenso wie widernatürlich zusammengefügte Körperteile und Knochen. Ältere Schriften berichten gar von riesigen Skelettdrachen und verwesenden Seeungeheuern. Doch vermutlich ist die Zahl und Vielfalt dieser untoten Wesenheiten so groß und rätselhaft, dass ihre Geheimnisse ausschließlich die Auserwählten Kra'thors ergründen können. Deren Beobachtungen und Studien über die Welt dieser Wesen halten sie in Büchern und Schriftrollen fest, damit das Wissen für folgende Generationen nicht verloren geht.


Eine einfache Klinge vermag das Leiden der meisten untoten Kreaturen nicht zu beenden, denn jene düstere Macht Kra'thors, von der ihre Knochen zusammengehalten werden, ist nicht so leicht zu überwinden. Vielleicht dauert es Tage, Wochen oder gar Jahre, doch gewiss fügen sich die zerschlagenen oder zerstreuten Knochen wieder zusammen und erheben sich erneut. Dieser Kreislauf mag lediglich durch den Segen eines klerikal Geweihten, eine durch seinen Gott gesegnete Waffe oder Kra'thors seltene Güte durchbrochen werden, um dem verlorenen Wesen die ewige Ruhe zu schenken. Kra'thors auserwählte Diener können im Einklang mit dem Willen ihres Herrn solche "Geistererscheinungen" schneller und effektiver befrieden oder sogar beseitigen als jeder andere Exorzist - aber ihr Preis dafür mag schrecklich sein.

Es gibt viele Mythen und Legenden in Bezug auf die Diener des Seelenfresser und ihrer Verbindung zu den Untoten. So manches davon mag reiner Aberglaube sein, Schauergeschichten, welche man Kindern erzählt, um sie damit dazu zu bringen artig zu sein. Fakt ist jedoch, dass die Diener Kra'thors eine gewisse Macht über die Untoten haben. Diese Macht, welche ebenfalls von Kra'thor selbst verliehen wird, wirkt sich unterschiedlich aus und scheint in unmittelbarer Verbindung damit zu stehen wie weit der Einzelne in der Gunst seines Herrn und Meisters aufgestiegen ist. Die Berichte von Augenzeugen sind mannigfaltig, und reichen von Beobachtungen darüber wie ein Diener dem Leichnam eines frisch gefallenem Soldaten ein widernatürliches, weiteres Leben einhauchte bis hin zur Sichtung von Dienern, welche angeblich kleinere Gruppen von Untoten alleine durch die Kraft ihrer Gedanken kontrollierten. Bei einem Punkt sind sich jedoch all diese Beobachter einig: Niemals scheint ein Diener von einer dieser untoten Kreaturen selbst angegriffen zu werden.

Leben um zu dienen - Die Gefolgschaft Kra'thors

"Hörst Du das süße Spiel unseres Herrn? Vernimmst Du den Rhythmus, der Deine Seele reinigt und das Fleisch von Deinen Knochen löst, um die finsteren Abgründe Deines Inneren freizulegen? Spürst Du, wie jeder Ton Dein Herz berührt und das Entzücken sich in einem aufflammenden Crescendo unendlicher Leidenschaft durch Deinen Körper brennt?
Erfreue Dich! Denn wahrlich, Du bist gesegnet: Deine Seele wurde bestimmt Kra'thors Hunger um einen weiteren Wimpernschlag zu stillen..."

- Eine geweihte Seele


Die Gemeinschaft der Diener Kra'thors

Die Gemeinschaft der Geweihten Kra'thors ist naturgemäß nicht allzu groß. Zum einen wählt Kra'thor nur die würdigsten Menschen aus seinen Willen in der Welt der Lebenden zu erfüllen, zum anderen ist das Dasein eines Dieners meist mit zahllosen Gefahren belastet: Sollte er als Anhänger des Seelenfressers enttarnt werden, droht ihm Kerker und der Scheiterhaufen, sollte er sich als unwürdig erweisen, wird er selbst zu einer weiteren Mahlzeit seines ehemaligen Herrn, denn Kra'thor vergibt Verfehlungen niemals.

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Kra'thor verpflichtet seine Anhänger nicht zu Öffentlichkeit, seine "Kultgemeinschaft" ist eher eine Geistesverwandtschaft und nicht einmal zwangsläufig eine echte Gemeinschaft. Es steht in der freien Entscheidung eines Geweihten wie sehr er die Nähe der Gleichgesinnten sucht. Allerdings zeigte sich, dass der Wille Kra'thors oftmals effektiver durchgesetzt wurde, dass junge Lakaien schneller ihre Aufgaben erfüllten und dass mehr Stärke erwachsen konnte, wenn die Diener zusammenarbeiteten. Deshalb sind zumindest unregelmäßige Treffen, um Absprachen zu halten und gemeinsame Ziele festzulegen, von Nöten.

Allerdings gibt es keine Form der sozialen Struktur, die mit einer Kirchenhierarchie zu vergleichen wäre. Ein "Erztempler Kra'thors", der allen anderen Dienern vorangestellt wäre und ihnen Befehle erteilt, existiert nicht. In Kra'thors Gunst steigt man durch Erwählung, durch persönliche Eignung und unnachgiebiges Bestreben, nicht durch eine klerikale Laufbahn. Es gibt Sterbliche, die so hoch in der Gunst des Seelenfressers stehen, dass er ihnen größere Macht verliehen hat als anderen Dienern. Insofern täte jeder Diener, der nicht so nah an Kra'thor steht, gut daran auf den Rat oder die Lehren solcher Erwählter zu hören und ihnen zu folgen. Nicht nur, um voran zu kommen, sondern auch aus Eigenschutz: Ein würdigerer Erwählter könnte ihn schmerzlich für seine Unfolgsamkeit bestrafen. Wer nicht die Stärke hat, sollte sich nicht auf einen Kampf einlassen.

Obgleich die Gemeinschaft der Diener Kra'thors zumeist recht lose ist, schweißen sie ihre gemeinsamen Ziele und Überzeugungen nicht nur in Krisenzeiten zusammen. Als eine Gruppe, die zeitweise von allen Seiten angefeindet wird, muss sie zwangsweise treu sein, um nicht eines Tages ihrer eigenen Vernichtung gegenüber zu stehen. So kommt es zwar unter den Dienern oftmals zu Diskussionen, Meinungsverschiedenheiten, ab und an gar zu Angriffen wegen verschiedenster Themen, doch würde ein Auserwählter niemals einen anderen verraten oder töten, außer Kra'thor selbst ließ einen der ihren in Ungnade fallen. Denn letztlich bedeutete dies nur die Schwächung ihres Herrn und damit ihrer selbst.


Die Ausbildung und der Werdegang eines Dieners

Nur Kra'thor allein erwählt diejenigen, die er als würdig empfindet ihm zu dienen. Er führt seine Anhänger zu den potentiellen Kandidaten, ab und an auch anders herum. Dies kann durch eindeutige Zeichen, durch Erscheinen in den Träumen eines Dieners oder durch die Nutzung eines Trugbildes erfolgen. Sobald die Brüder und Schwestern den Weg zu dem Anwärter gefunden haben, werden sie diesen an ihren heiligsten Ort leiten: Die Grabkammer. Dort wird seine Weihe stattfinden, ein Ritual, welches von der Dienerschaft vollzogen wird, um das neueste Mitglied vor Kra'thor selbst zu prüfen und würdige Aspiranten für immer an den Dämon zu binden und ihn in die Reihen der Gemeinschaft aufzunehmen.

Nach seiner Weihe beginnt der junge Geweihte sein Leben als Lakai. Durch Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Wissensdurst kann er sich in dieser Phase Kra'thor beweisen, um sich seiner größeren Gunst als würdig zu erweisen. Findet ein Lakai einen passenden Mentor höherer Stufe, kann hier auch eine Lehrer-Schüler-Beziehung erwachsen, wobei dies nicht als Pflicht anzusehen ist. Selbstständige Studien und Experimente können ebenso ein Weg zum Verstehen sein. Eine Ausbildung im ursprünglichen Sinne des Wortes gibt es bei den Dienern Kra'thors im Allgemeinen nicht. Es gibt keinen Lehrplan, der Theorie vermittelt, keine Prüfung, durch die man in einen höheren Rang erhoben wird. Selbstverständlich wird sich ein jüngerer Diener, gerade in seiner Anfangszeit, des Öfteren an würdigere Geweihte wenden. Diese werden ihm wohl keinen Ratschlag abschlagen, denn ein starker, klügerer Lakai verhilft dem Seelenfresser zu mehr Stärke als ein schwächlicher, verwirrter. Bei einem Lakai, der einen Mentor für sich gewinnen konnte und den Wissenspfad auf diese Weise beschreitet, können die Regeln jedoch anders sein. Sein Lehrer wird ihn fordern und prüfen, doch wird auch dieser junge Lakai erst durch Kra'thors Gnade mehr Macht erlangen.

Schafft es der Lakai, dass seine tiefe Bindung zu Kra'thor und dem Verständnis des Glaubens sowie sein verwurzelter Wunsch dem Seelenfresser vor und nach seinem Tod gut zu dienen, zu erkennen ist, erfolgt seine Erhebung in die zweite Stufe, dem Seelenfänger.

Die höchste Stufe des Aufstiegssystems stellt die Erhebung zur Erwählten Seele dar. Die größte Ehre, die einem Diener Kra'thors in seinem Leben zuteil werden kann, ist seine Erwählung zur Stimme des Todes. Diese Stufe kann jedoch nicht "automatisch" verdient werden und ist sehr selten.


Das Leben als Diener Kra'thors

Begegnet ein Wanderer einem Geweihten der Temora in seiner hellen, blauen Robe, so kann er sich bestimmter Dinge sicher sein - etwa, welche Formeln der Geweihte sprechen wird zum Gruße oder Abschied, welche Gebote er verfolgt und was ihm und seiner Göttin wohlgefällig ist und was sie verabscheuen. Die Diener Kra'thors aber zählen zum Reich der Toten, der Schattenwelt, die viele tausendmal größer ist als alle Reiche der Lebenden und dementsprechend reicher an Möglichkeiten. Der Wanderer kann auf seinen Wegen also durchaus in Rüstungen aus Leder und Knochen gewandeten Gestalten begegnen, die sich in Erscheinungsbild und Verhalten den Untoten angleichen und in ihnen Diener Kra'thors zu erkennen glauben. Aber würde er auch auf die Idee kommen, dass eine freundlich lächelnde Heilerin in den Gesprächen mit ihren Patienten die Abgründe der menschlichen Seele auslotet?

Doch wie führt ein Diener Kra'thors nun sein Leben? Auch hier gibt es weder Richtlinien noch Leitfäden. Fakt ist, dass ein Erwählter des Seelenfressers in den meisten Reichen am Galgen oder auf dem Scheiterhaufen enden würde, sollte man ihn als solchen entlarven. Aus diesem Grund führen die meisten Diener ein Doppelleben. Am Tage leben sie als einfache Bürger in Städten oder Siedlungen, gehen oftmals einem gewöhnlichen Beruf als Handwerker, Krämer, Schriftgelehrten, Gaukler oder ähnlichem nach. Andere wiederum streben nach weltlicher Macht und politischem Einfluss, nicht nur, um ihre eigene Gier zu befriedigen, sondern vor allem, um in wichtigen Positionen die rechte Saat zu setzen. So soll es auch Anhänger gegeben haben, welche sich dem Militär oder dem Haushalt eines Adelsgeschlechtes angeschlossen haben. Man kann nur vermuten wie viele Kriege und Auseinandersetzungen die Erwählten in diesen Positionen provoziert und wie viele Seelen Kra'thor auf diesem Weg erhalten hat. Es ist durchaus üblich, dass ein Diener vorgibt einem anderen Gott zu huldigen, schlicht um es sich selbst einfacher zu machen und glaubwürdiger zu erscheinen. Eine wahrhaftige Anbetung wird jedoch niemals erfolgen. Doch egal für welchen der unzähligen Wege sich der Einzelne entscheidet: Er wird auch dort stets bestrebt sein im Hintergrund die Geschicke im Sinne seines Meisters zu lenken.

Niemals würde sich ein Diener Kra'thors von seinem Herren abwenden oder gar einen anderen Glauben annehmen. Kra'thor selbst erwählt seine Anhänger, schenkt ihnen seine Gunst und seine grauenvolle Macht. Ihre Gefolgschaft gehört ihm mit Leib und Seele. Unter keinen Umständen wird er es erlauben, dass diese eines Tages einen anderen Weg einschlagen und sich von ihm abwenden. Es gibt keine "geläuterten Diener", die in den Armen Temoras Schutz suchen können. Erweist sich ein Geweihter als unwürdig oder wendet sich von seinem Herrn ab, wird dieser ihn ohne Gnade jagen, töten und seine Seele auf ewig quälen. Auch grobe Vergehen gegen die Ziele des Seelenfressers oder der beabsichtigte Verrat an der Gemeinschaft kann dazu führen, dass man bestraft und/ oder geopfert wird.

Fluch und Segen - Die Wunder Kra'thors und der Götter

"Das Volk ist schwach, sie klammern sich in ihrer Hoffnung blind an Götter und Götzen, um so ihren eigenen Schwächen zu entfliehen, allein für diese Illusion von Sicherheit schenken sie ihren freien Willen - sie verzehren sich danach, beherrscht und gelenkt zu werden."

- Aus den Aufzeichnungen in der Bibliothek der Grabkammer


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Das Wirken der Diener Kra'thors

Die Erwählten Kra'thors sind im weitesten Sinne Kleriker, was bedeutet, dass sie keine "Magie" nutzen. Sie greifen nicht in das Lied Eluives ein, ebenso wenig sind sie in der Lage das Lied wahrzunehmen. Vielmehr erbitten die Diener von ihrem Herrn spirituelle Kraft und die Gewährung ihrer erflehten "Wunder". Dies kann durch Gebete erfolgen oder durch bestimmte Gesten, in jedem Fall wird das Wirken der Diener einen mehr oder weniger sichtbaren oder hörbaren Auslöser haben.
Die Diener werden, ebenso wie die Geweihten der Temora, des Cirmias' und Alatars, mehr oder weniger unmittelbar von einer höheren Macht unterstützt: Der von ihnen als Gott verehrte Dämon Kra'thor stärkt die Seelenkräfte seiner Auserwählten, damit sie ihm besonders reiche Ernte einbringen.

Die Kultgemeinschaft der Diener Kra'thors ist berüchtigt für ihre Rituale und die damit oftmals einhergehenden Flüche. Diese stellen einen essentiellen Teil dieser Klasse dar, doch vorweg sei an dieser Stelle gesagt: Eine Ritual durchzuführen ist kein leichtes oder gefahrloses Unterfangen! Je nachdem, was für ein Effekt ausgelöst werden soll, sind spezielle Vorbereitungen und Inhaltsstoffe von Nöten, zudem kann es passieren, dass zunächst klein wirkende Unachtsamkeit unvorhersehbare Folgen haben können. Das Ritual stellt eine Anrufung Kra'thors selbst dar, beseelt mit der Bitte um die Gewährung der Gunst ein längerfristiges Mal auf einer Person, einem Ort oder einem Gegenstand zu hinterlassen.
Diese Male können nur von einem anderen Geweihten Temoras oder Cirmias und Templer Alatars oder gleich (Diener Kra'thors) klerikal Geweihten, als von Kra'thor berührt, erkannt und mit entsprechendem Aufwand entfernt werden. Einen Liedwirker oder jeden anderen Nicht-Geweihten beschleicht vielleicht ein ungutes Gefühl, genauer einordnen wird er es aber nicht können, geschweige denn brechen.

Geweihte (Priester, Templer und Diener Kra'thors) können einander in ihren Bitten und Gebeten wahrnehmen, wobei die unter Umständen erhaltene Information vom Alter und der Erfahrung des Erwählten sowie der Gewogenheit ihres Meisters abhängt. Üblicherweise erkennen die Diener Kra'thors einander auch ohne sich zu kennen und ohne vor dem Gegenüber zu wirken. Kra'thor offenbart ihnen ihre Mitstreiter.


Die Einstellung der Diener Kra'thors zum Glauben an die Götter

Irrelevant ob Alatar, Temora oder Cirmias, sie alle füllen in dem Augen der Jünger Kra'thors nur die zahllosen Klüfte in den Seelen der menschlichen Kreaturen aus. Der "Glaube" an sie ist in ihren Augen ein Anzeichen von Schwäche, denn sie gehen den einfachen Weg: Statt die fehlenden Bruchstücke ihrer Seele zu suchen, sich zu vervollständigen, gestatten sie Göttern - die all diese fehlenden Eigenschaften vereinen - diese Plätze einzunehmen und eine illusorische Zufriedenheit, mit der man sie ködert, zu schaffen.

Man wird kaum einen Diener Kra'thors finden, der sich die Mühe macht einem Temoragläubigen seinen Glauben auszureden. Dafür gibt es schlicht keine Veranlassung, außer jener Gläubige hat eine Stellung inne oder besitzt Fähigkeiten, die ihn besonders nützlich für Kra'thor werden ließen und es somit sinnvoll machen ihn auf die eigene Seite zu ziehen. Natürlich wäre das Bekehren eine sehr nützliche Möglichkeit ernstzunehmende Gegner effektiv auszuschalten, doch ist es wohl bedeutend einfacher einen einer anderen Gottheit Geweihten zu töten als ihn von der Sache Kra'thors zu überzeugen.
Letztendlich wird ein Untergebener des Seelenfressers keinen Unterschied machen zwischen Jemandem, der an einen Gott glaubt, und einem Ungläubigen. Mit beiden verbündet er sich, so sie ihm nützlich erscheinen, und beide Seelen wird er mit gleich wenig Skrupel seinem Herrn darbringen. Ironischerweise mag die Opferung eines einem Gott geweihten Kleriker vielleicht gar reizvoller sein und sicher mundet Kra'thor manche Seele besser als eine andere.

OOC-Fakten

Wer sich für die Klasse Diener Kra'thors entscheidet, sollte sich einiger rollenspielerischer Punkte bewusst sein:

  • Mit diesem Spiel geht eine gewisse Verantwortung einher, denn je mehr die Charaktere in der Spielwelt Eigenschaften wie Grausamkeit und Skrupellosigkeit zugetan sind, mit desto mehr Fingerspitzengefühl und Achtung muss der Spieler dahinter agieren.
  • Die Klasse ist im Rollenspiel häufig recht konfliktreich, weshalb von einem angehenden Spieler Fairness und Sozialität erwartet wird. Jeder soll mal gewinnen, jeder muss mal verlieren können.
  • Ein Klassenwechsel zu Diener Kra'thors ist möglich und gerne gesehen, aber ein Klassenwechsel von einem Diener Kra'thors in eine andere Klasse ist ausgeschlossen und führt unweigerlich zum Chartod.
  • Grobe Verstöße gegen die rollenspielerischen Vorstellungen der Klasse (z.B. Verraten der Ziele Kra'thors an Außenstehende, Verraten von anderen Dienern etc.) können unter Umständen ebenso mit Chartod geahndet werden.
  • Spieler, die längere Zeit inaktiv sind, werden deflaggt. Es besteht die Möglichkeit zur Rückkehr, allerdings nur einmal, eine zweite Rückkehr ist nicht möglich. Zudem wird der "Rückkehrer" um eine Stufe nach unten gesetzt.

Rüstungseinschränkung: Lederrüstungen, beschlagenes Leder, Knochen- und Kettenrüstung, keine schweren Schilde. Waffeneinschränkungen: Stich- und Fechtwaffen, Stabwaffen. Stärken: Heilkunst, Transzendenz, Vergiften, Fechten, Meditation.

Bewerbung

Der Guide hat Dich neugierig gemacht? Du möchtest Kra'thor Deine Seele opfern und einer seiner Gefolgsleute werden? Dann schicke eine Mail an den zuständigen Betreuer.

Folgendes sollte in der Mail enthalten sein:

  • Dein Accountname (nicht Passwort!)
  • Charakterprofil Deiner erdachten Figur (Aussehen, Alter, Stärken, Schwächen, Vorlieben, Ängste, Ziele etc.)
  • Kurze RP-Geschichte zu einem "kra'thorgefälligen" Thema: Es muss nicht unbedingt Dein Charakter in der Geschichte vorkommen - es geht eher darum, ob Du die düstere Stimmung des Kra'thor-Themas in Worte fassen kannst.
  • OOC-Teil: Warum möchtest Du einen Diener Kra'thors spielen? Wird dieser Charakter Dein Erstcharakter und wie aktiv hast Du vor ihn zu spielen?

Bitte überprüfe, bevor Du Deine Bewerbung schreibst, ob die Klasse derzeit im Aufnahmestopp steht. Bei Fragen und Unsicherheiten wende Dich am besten an den zuständigen Spielerbetreuer.