Zwerge

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Zwerge
Betreuer: Echnaton, Malus
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Zuordnung: Licht
Ansiedlung: Nilzadan

Geschichte

Das erste Jahrtausend

In einer Zeit der Mythen und Legenden, einer Zeit des Wandels und des Wachstums lagen die alten Götter in einem Streit, welcher schließlich die Länder und Herzen dieser Welt brechen sollte. Auf der einen Seite dieses Konfliktes stand die Schöpfergöttin Eluive, auf der anderen ihr missgünstiger Sohn Alatar, der durch seinen unstillbaren Hass das Werk seiner Mutter zu verkehren suchte. Als Alatars Verderbnis die Innereien des heiligen Götterberges Nilzadans zu beflecken drohte, stieg der wie ein Bär mit menschlichen Händen aussehende Cirmias, den Seelenschmied, herab um den Berg zu verteidigen. Um Nilzadan auch in späteren Tagen nicht sich selbst zu überlassen, erschuf Cirmias das Volk der Zwerge und gab ihnen den Namen "Khaz-Aduir" was in ihrer Sprache Wächter des Berges bedeutet und ihre immerwährende Lebensaufgabe bezeichnet.

Als Cirmias sein Werk vollendet hatte, war er mit sich zufrieden und sprach er würde alle 150 Jahre zu seinen Khaz-Aduir zurückkehren und nach dem Rechten sehen. Alle Gaben, welche die Khaz-Aduir, sein erwähltes Wächtervolk, zur Bewältigung ihrer Aufgabe benötigten, hatte er ihnen in den Leib geschmiedet. So brachte er das letzte Siegel an und verschwand, den versiegelten Berg in guten Händen wissend.

Allein und doch ein Volk begann unter den jungen Bergwächtern ein großes Wetteifern, denn sie waren noch Kinder und jedes von ihnen wollte den Vater durch besondere Fähigkeit für sich einnehmen. Ihrem Erbe treu fanden sie ihre Schlachtfelder in den hohen Künsten der unterschiedlichen Handwerkskünste. Paläste aus edlem Stein, uneinnehmbare Städte, bronzene Steinkäfer-Streitwagen, geschliffene Edelsteine, Teppiche mit Silberfäden durchwirkt; die Schaffenskraft der Zwerge fand keine Grenze und genau dies war es, was das Volk vor ihr erstes großes Problem stellte: Wie sollte man nur ermessen, welche dieser Errungenschaften den größten Wert und somit am cirmiasgefälligste war? Frustriert, doch nicht ohne Rat, beschlossen die Zwerge dieser Frage an einen einzelnen Khaz-Aduir, der im Ansehen des Volkes hochstand zu stellen. Ein alter Seher hatte sich den Ruf erworben bisweilen Visionen von Cirmias zu haben und kein Khaz-Aduir, der etwas auf seine Frömmigkeit hielt, hätte es je gewagt zu widersprechen, auch wenn er seine Dispute mit Cirmias gern öffentlich und laut führte. Obwohl seine Visionen oft unklar und nebelig waren, so fand die wache und gebildete Gesellschaft der Priester doch stets den wahren Kern darin, ließ diesen wachsen und durch die Gemeinschaft zum Guten führen. So auch dieses Mal, als der alte Seher den Zwergen einfach einen funkelnden Brocken Erz brachte, mit Adern von glänzendem Gold durchzogen und der in natürlicher Form eines Bären gewachsen. Lange wurde beraten und auch gestritten bevor eine endgültige Lösung gefunden wurde: die Bärenmünze. Standardisiert in Gewicht durch die Menge des reinen Goldes in dem Brocken und durch die Füllung und Form des Tiegels rund. Geprägt und gestaltet. Gemeindschaftlich durch die Priesterschaft des Cirmias und den größten Feinschmieden dieser Tage dem Volk als erste eigene Errungenschaft präsentiert. Auf der einen Seite das gehobene Bärenkopfprofil des Seelenschmiedes, geflankt von Hammer und Schere, auf der anderen Seite kreisrunden der Schriftzug "Cirmias". Endlich war ein festes Maß geschaffen, an dem sich jeder Khaz-Aduir und sein Werk messen konnten.

Das Zeitalter der Könige

Auch wenn die Khaz-Aduir damit einen Graben überwunden hatten, so tat sich rasch ein neuer auf. Mit der Bärenmünze gesegnet war es nicht sehr verwunderlich, dass der Kampf um Cirmias' Gunst erst recht entbrannte. So weit, dass sich unbemerkt eine leise Zwietracht und Missgunst in die reinen Herzen der Zwerge stahl, die Goldgier.

Ein Zwerg Namens Kalur erkannte schnell, dass sich ein regelrechter Zwiespalt unter den Zwergen auftat. Er selbst war einer der ältesten und damit geachtetsten Schmiede, charismatisch und beliebt. Ihm gelang es, endlich die Zwerge wieder zu einen, indem er die Mehrheit der Khaz-Aduir davon überzeugen konnte, dass die von Cirmias auferlegte, höchst heilige Aufgabe der Bewachung des Berges, durch den ausschweifenden handwerklichen Wettstreit der Zwerge zu kurz kommen würde. Die Priester und Weisen erkannten die Wahrheit in seinen Worten und beschlossen Kalur zu einem König zu krönen, welcher fortan über sein ganzes Volk regieren und wachen sollte. Auf diesen ersten König geht das Wort "Kalurien" zurück: das Reich der Zwerge.

Kalurs erstgeborener Sohn Khoras wurde nach dem Ableben seines Vaters der zweite König und führte das Erbe seines Ahnen fort.Er hielt das Volk der Khaz-Aduir wie auch sein Vater stets geeint und förderte die Vereinigung von Kunst und Schutz in jedem Werk zu erreichen. Leiber blieb diesem ebenfalls großen König ein eigener Erbe seiner Herrschaft jedoch verwehrt. Nach dem Tode und der Trauer um Khoras entstand schließlich ein lautstarkes Ringen, welcher Zwerg nun den verwaisten Thron besteigen solle. Die drei Sippen Feuerklinge, Hammergrund und Goldspalter waren die lautesten Vertreter unter den Zwergen, aber auch einige neue Sippen wie die Getwergelyn, Donnerkeile, Baerenstolz oder Donnerfäuste erhoben Ansprüche ob ihrer Taten oder der ihrer Ahnen. Sie wurden sich Kraft ihrer Stimme nicht einig und so blieb der Stuhl des Königs bis auf Weiteres leer.

Während dieser Zeit ohne ein legitimiertes Oberhaupt wurde es zusehends wieder schwieriger zu entscheiden, wenn es um Belange ihres gemeinsamen Auftrages ging, immer stand eine Gruppe der Khaz-Aduir gegen eine Andere. Große Sippen, die wie kleine Königtümer beherrscht wurden, kleine Sippen als Söldner zwischen ihnen und mittendrin die Gesellschaft der Priester, ihrerseits bemüht eine streng neutrale Haltung einzunehmen. Letzten Endes stand dem Volk der Khaz-Aduir sogar vor einem blutiger Bürgerkrieg da bereits kleine Streitigkeiten zu ersten gewaltsamen Streiten mit Waffen zwischen den Kindern Cirmias führten. Bei dem ganzen Denken an sich selbst, vergaßen und vernachlässigten sie mehr und mehr den Schutz des Nilzadans und somit den Willen ihres Erschaffers.

Das Zeitalter des Khorasrates

Just zu dieser dunklen selbstzerstörerischen Zeit traf eine klare Offenbarung Cirmias', die ergebensten Priester und erklärte seine Absicht in verständlichen Worten und Bildern. Bestürzt war er über seine Kinder und voll der Trauer das sie die Waffen gegeneinander erhoben, anstatt sich weiter im Wettbewerb zu messen und der bedeutenden Aufgabe seines eigentlichen Zwecks zu widmen. Neben der Trauer war auch die Sorge um die Zukunft seines Volkes, denn nicht nur waren sie sich selbst in den Weg getretten, nein auch von außerhalb des Nilzadans drohte Gefahr. In der Zeit seiner Wanderung zu den Menschen, hatte Alatar seine grotesken Heerscharen an der Oberfläche versammelt, um sich endgültig Zugang zu den Stätten Nilzadans zu verschaffen. Er wusste, sie würden nur als ganzes und geeintes Volk bestehen können. Die Zwerge waren indes schockiert über Cirmias' Worte, denn sie hatten ihnen die Augen geöffnet und tief in ihren Herzen liebten sie ihren Erschaffer über alles andere und seine Enttäuschung über ihr Verhalten ließ sie alle Streitigkeiten vergessen. Der traditionelle Rat den Khoras stets berufen hatte, um ihm Rat zu spenden, wurde nun auf Dauer eingesetzt und unter Vorsitz eines Priesters des Cirmias, da man auf ihre Neutralität vertraute, begannen die großen Clans erneut ihre Zusammenarbeit. Als Cirmias wieder aus dem Nilzadan schied, war der Rat zu ehren des letzten Königs Khorasrat benannt und das Klirren von Waffen der Khaz-Aduir das im Berg hörbar wurde, galt nur noch der Übung um bereit zu sein jeden Schrecken den Alatar aufwarten mochte zu begegnen, es bildeten sich die ersten Kohorten der Graik. In den Jahrhunderten, die diesen Begebenheiten folgten, prosperierte das Volk der Khaz-Aduir und voller Einigkeit in Herz und Hand, waren die Schilde der Zwerge wieder ineinander verhakt wann immer sie sich zum Kampf stellen mussten, gegen jene Schrecken der Tiefen welche ihr graben und forschen erweckten. In ihrem unermüdlichen Kampf, stählten sich die Reihe der Graik mehr und mehr durch die Kampferfahrung, sodass auch die Kampfkunst zu einem Handwerk wurde, einem Lebensinhalt für bestimmte Zwerge. Aus ihrer Mitte geboren, trat eine langsam wachsende Zahl von Veteranen hervor. Recken die sich durch besondere Wildheit im Kampf, durch Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Feind und einer vollständigen Verschreibung gegenüber dem Auftrag Cirmias hervor, sich dem Schutz des Berges zu verpflichten. Aufgrund des Umstandes, dass sich diese besonderen Krieger der Graik in ihrem Eifer, also ihren Brüdern welchen auch weiterhin dem Handwerk nachgingen mehr und mehr hervortaten, wunderte es nicht das bald sie die Führung und vorderste Front bei den Kämpfen gegen die Wesen der Tiefen stellten. "Wühler" wurden sie bald genannt, denn sie machten es sich zur Aufgabe die Feinde der Zwerge zu finden, noch bevor sie sich aus der Erde erhoben und wo andere Khaz-Aduir sich zurückziehen mochten, so waren die Wühler bereit auch mit den bloßen Fäusten als Schild für Berg und Volk zurückzubleiben. Was aber die Zwerge nicht wussten, als Cirmias nach dem mahnenden Besuch Nilzadan wieder verließ und durch den geheimen Gang wieder an die Oberfläche trat, sah er Alatars Scharen unweit von sich durch die Lande streifen. Rasch versiegelte er nun auch jenen Zugang still und heimlich, doch war selbst ihm seitdem jeder Besuch bei den Zwergen verwehrt.

Das Zeitalter des Aufstiegs - Der Bruch des Siegels

Mehrfach jährte sie der Tag an dem Cirmias zu den Zwergen hatte zurückkehren wollen und groß wurde die Sorge unter den Zwergen, besonders unter jennen welche geboren und erwachsen wurden, ohne jemals den Bergvater den sie im Herzen trugen zu je gesehen zu haben. Nun stimmten die Khaz-Aduir ab und selbst die Sorgen der Priester waren mehr bei ihrem Erschaffer dieser Tage, sodass entschlossen wurde ein Siegel Cirmias' zu brechen, um an der Oberfläche nach Bergvater Cirmias zu suchen und den Feinden die sie vom Namen her kannten entgegen zu treten. Viele Khaz-Aduir begaben sich auch auf die Suche, doch waren die Herzen und Köpfe der Zwerge nicht mehr so feurig wie in den jungen Jahren ihres Volkes, sodass sie das gebrochene Siegel mit ihrer Kunst befestigten und bemannten, wie es bis dahin kein befestigtes Portal je gegeben hatte. Blitzende Helme aus reinem Mithrill, polierte Waffen aus zwergischen Stahls und wundervolle Standarten tragend, rollten sie wie ein Erdrutsch aus den verstreuten Städten die Zwerge empor. Ihre Sorge war groß und machte ihrer Bereitschaft unerschütterlich wie den Berg den sie nun zum ersten mal seid der Geburt ihres Volks verließen. Es war eine unbekannte, eine neue Welt, die sich den Khaz-Aduir hier auftat, mit vielen Wesen und Klängen, Gerüchen und Eindrücken, die ihnen fremd waren. Doch wenn die Zwerge eines schon immer waren, dann entschlossen etwas zu erreichen und dabei nur schwer vom Weg abzubringen. So siedelten sich viele Sippen vor dem Nilzadan und unter der Sonne an und auch sie sorgten von außerhalb des Berges dafür das sie das große Portal nach Nilzadan hinein rund um die Uhr unter strenger Bewachung hielten. Während die Jahreszeiten verstrichen und weitere Zeit ins Land ging, organisierten die Graik immer verwegenere Gruppen von Spähern mit dem Ziel, einen Zusammenstoß mit der erwarteten Armee des Gottes Alatars vorherzusehen und in immer entlegeneren Winkeln der Welt nach Cirmias Verbleib zu suchen. Ihre Erwartung sollte nicht enttäuscht werden, denn die schleichende Ausbreitung ihres Reiches an der Oberfläche war nicht im Verborgenen geblieben. Weder Alatar selbst, noch dessen Dienern war es entgangen, dass sich in der weiten Ebene vor dem Götterberg Nilzadan etwas tat. Mit der Ausbreitung der Sippen wuchs aber auch wieder der Wettstreit unter den Zwergen. Der Rat war weit fort unter dem Nilzadan und es wurde immer schwieriger für Khorasrat zu reagieren auf die Vielzahl von Stimmen und Nachrichten. Vor dem verwaisten uralten Thron des Khoras beschimpften sie sich gegenseitig und beschuldigten einander wild, bis schließlich die Einheit der Zwerge wieder vor dem Bruch zu stehen schietgeglaubten Priesters namens Donbar, der plötzlich wieder auftauchte, zum Nachfahren der Linie Kalurs und Khoras. Zum Zweck diese Lüge wahrhaftig erscheinen zu lassen, hatte er aus den Überresten der legenn. Zu dieser Zeit da alles verloren schien, erhob sich das Oberhaupt der Sippe Hammergrund, der Karggosch geheißen war, zum König im Berge, und erklärte sich mit Hilfe eines todären Feuerklinge, der Waffe Kalurs des ersten Königs, eine mächtige Axt geschmiedet: Den Goldspalter, der fortan als Zeichen seiner Königswürde von ihm geführt wurde. Da nur ein wahrhaft großer Schmied diese Waffe neu zu schmieden vermöge und weil sich die Mehrheit der Zwerge an die Einigkeit unter Kalur und Khoras erinnerten, verstummten um des verlorenen Cirmias Willen bald alle kritischen Stimmen und man schloss sich einmal mehr unter einem einzigen Zwerg zusammen. Solcher Gestalt führte Karggosch die Zwerge zur Einheit und Stärke an der Oberfläche zurück und der Khorasrat war nun als der Rat des Königs dafür verantwortlich Nilzadan so zu führen wie es vor dem Bruch des Siegels gehalten wurde. Trotz der wiederhergestellten Einheit der Zwerge unter ihm kam es immer öfter vor, dass Karggosch nicht zu finden war und lieber selbst auf Expeditionen auf der Suche nach Cirmias durchs Land reiste und mit in den ersten Gefechten gegen die Bestien Alatars kämpfte. Auf dem Weg zu seinem Verwandten Grim um diesen in einer Not zu helfen, geriet der König schließlich in einen Hinterhalt und soll sein Ende gegen die bis dahin größte entdeckte Streitmacht Alatars gefunden haben. Geschichten der Menschen sagen, er wäre mit dem Rücken zu einem breiten Fluss mit seinen letzten Wühlern gestanden und schließlich durch die Erschöpfung und das Gewicht der erschlagenen Feinde, in den Fluss gestürzt und ertrunken. Dieser Vorfall ließ nicht nur den Hass gegen Alatar und seine Kreaturen anschwellen, auch das Misstrauen und die selten zugegebene Angst vor dem Wasser verbreitete sich wieder deutlich und bis zum heutigen Tag in den Köpfen aller Zwerge von klarem Verstand. Anstelle des Weges den Karggosch tat um König zu werden versuchte sich nun maßgeblich Torgal, genannt "Mithrillbolzen", als neuer König hervorzutun, ohne aber den Schein aufzubauen, er wäre dazu berechtigt durch seine Blutlinie. Doch da viele Zwerge nun doch meinten das man die Könige ruhen lassen sollte und ihrer nicht wieder gesehen werden würde, noch des Goldspalters der mit Kargogosch weggespült wurde, erhielt er niemals diese Würde. Da aber kein Zwerg an Torgals Absichten zweifelte, die Einigkeit und die Lenkung der Khaz-Aduir zu erhalten wie es Karggosch, wenn auch nur kurze Dekaden, erfolgreich getan hatte, wurde ihm ein Amt erschaffen das Vizekönig genannt wurde. Torgal begann sogleich eine neue Art des Rats aufzubauen, auf dessen Grundlagen sich nach und nach der heute übliche Rat der Khaz Aduir formte und verbreitete. Fortan hatten alle Zwerge freies Rede- und Stimmrecht, nicht mehr nur die Sippenoberhäupter welche zu lange brauchten um sich zu sammeln und der dort zusammen kommen sollte, wo er benötigt wurde.

Das Zeitalter der Trennung- Die Verwüstung Nilzadans

Durch eine dem Volk der Khaz-Aduir unbekannten Taktiken, der Verschlagenheit und dem Einsatz von Magie, gelang es den Heerscharen Alatars, unbemerkt an den Grenzsiedlungen vorüberzuziehen und sich an der Pforte des heiligen Berges zu sammeln. Als sich die Morgenröte über einen wolkenfreien Tag erhob, standen wahre Hundertschaften von Dienern und Kreaturen Alatars der Festung im Berg gegenüber und so zwischen ihm und den eigentlich schützenden Armeen der Oberfläche. Nur einen Moment später liefen sie gegen den Berg Sturm. Abgeschnitten von ihrem Stammsitz, durch eine Armee von furchtbaren Ungetümen, teilweise zu schrecklich, als dass das Licht der Sonne sie je erblicken sollte, sammelten die meisten der befestigten Außenposten der Zwerge ihre überraschten Kräfte, zu einem geordneten Rückzug in den Berg. Doch ihr unerschrockenes Schlachtgeheul verstummte, als das erste Auge die Situation der Pforte bewerten konnte und die Erkenntnis traf wie ein Schlag: Die angreifenden Horden hatten nicht nur ihre Wachstellungen umlaufen, das äußere Portal zur Festung im Berg war bereits gefallen. Hunderte niedere Wesen drängten gleichzeitig durch die breite Pforte und krochen begierig in die engen Tunnel der Bergfestung, die überlebenden Truppen der Festung kamen nur langsam dazu sich zu sammeln. Als es klar wurde, dass jede Unterstützung des Tores von Außen zu spät kommen würde, wussten die Verteidiger worauf man sich verließ und so verständigten sich die verbliebenen Brüder in der Festung, alles einstürzen zu lassen würden. Der Weg in das Herz des Berges sollte in der Not mit einem festen Wall aus Bergfels und den Leichen tapfer gefallener Krieger blockiert werden. Vor dem letzten Tor entschied sich dieser entschlossene Trupp zu einem verzweifelten Manöver von Angriff, Flucht und weiterer Ablenkung um ihren verständigten Brüdern im Berg wertvolle Zeit zu erkaufen. Darbei trat besonders ein junger Zwerg von umstrittener Abstammung hervor, ein unscheinbarer Graik von kaum imponierendem Körperbau, doch rühmen die Schlachtenlieder der Helden vor allem diesen Mann, Dagnar den Knochenbrecher. Gemeinsam mit nur einer Handvoll Kameraden und dem unermüdlichen Siegeswillen seines Herzens, gelang es ihm und nur ihm allein als alle seine Kameraden erschlagen oder gerettet die letzte Engstelle zu halten. Als der Abend unter dem Himmel draußen hereinbrach warf er sich, so die Legende, gegen den letzten tragenden Stützpfeiler der in der Festung stand und starb unter den hereinbrechenden Massen den Heldentod, zusammen mit tausenden einmarschierten Kreaturen. Seine tatsächliche Sippenabstammung führt noch heute unter den Zwergen Nilzadans bei unterschiedlichen Gelegenheiten zu Diskussionen. Welcher der Sippen auch immer diesen Sohn zu seinen Ahnen rechnen dürfte, dieser würde von den anderen Sippen große Ehre erwiesen werden und nur auf eines nach Cirmias anstoßend trinkt ein Zwerg lieber das würzige Bier seiner Heimat und das ist das süße Gefühl des Stolzes auf seine Ahnen.

Das dunkle Zeitalter der Diaspora

Im Laufe dieser verlorenen Nacht hielten die Diener des Panthers noch ihr entsetzliches Blutgericht. Torgal und viele andere Zwerge fanden an diesem Tag den Tod oder lediglich einige entferntere Lager waren übersehen oder gehalten worden. Darunter am nächsten dem Nilzadan und als eines der Größten war ein tief unter einen Sumpf gegrabene Lager der Sippe Getwergelyn, das gemeinsam mit einigen weiteren kleineren Sippen unterhalten wurde. Hier sammelten sich viele Flüchtlinge der Schlacht und Überlebende der anderen befestigten Niederlassungen der Zwerge mit der Zeit. Allein und verlassen, waren sie in einer feindlichen Welt voller Widrigkeiten zurückgeblieben, doch das Unglück der an der Oberfläche Verbliebenen sollte zum Glück aller anderen Khaz-Aduir werden. Diese Oberflächenzwerge stießen während ihrer pausenlosen Kämpfe gegen die Kreaturen Alatars auf weitere Feinde des Panthers, wie etwa die Menschen, mit denen schon bald rege Handelsbeziehungen eingegangen werden konnten ,welche schließlich den Vorteil von Münzen über den primitiven Tauschhandel zu den Menschen brachten. Das große Volk der Menschen war die einzige Rasse, die von den Zwergen den Münzhandel übernahmen, doch durch die Menschen fanden die Zwerge auch die Elfen, mit denen sie ebenso zusammen gegen Alatars Diener kämpften, sowie ihr Wissen tauschten. Die Elfen waren unter diesen Rassen den Zwergen jedoch befremdliche als die Menschen, lehnten sie zum einen doch ihre geschätzte Erfindung der Münzen vorerst ab, aber auch ihre zerbrechlich anmutende Gestalten wirkte auf die Khaz-Aduir befremdlich. Durch diese Kontakte stabilisierte sich die Lage letztendlich für die Oberflächenzwerge, denn der Hass gegen Alatar verband die Völker seit jeher und die Zwerge konnten erstmals den Gedanken einer Rückkehr in ihre unterirdische Heimat fassen. Wenn auch noch immer die Suche nach Cirmias unzählige Expeditionen hervorbrachte, so wurde letztlich ein Weg, nicht über die verschüttete Bergpforte, aber durch einen neu Tunnel, als Rückweg in das Innere des Berges begonnen. In Nilzadan ging die Zeit nach dem Desaster an den Ausläufern des Götterberges einen weitaus ruhigeren Gang. Unter der Anleitung der in den Städten unter den Berg, noch durch Torgal verbreiteten Räte der Zwerge stützte sich das Volk weiterhin auf seine ehernen Traditionen und Werte von Beständigkeit, Fleiß und cirmiasgefälliger Tugend. Die Städte im Berg waren wieder versiegelt und die Zwerge im Stein machten sich an den Wiederaufbau, denn beim Einstürzen des großen Tunnels hatten Beben ganze unterirdische Regionen des Götterberges, wie ein Hammerschlag verformt oder gebrochen. Die Graik unter dem Berg erstarkten nur langsam wieder in ihrer Zahl, doch taten sie es, die Schmiedeöfen liefen heiß, um verlorenes zu ersetzen und die Geschichten machten aus der verlustreichen bitteren Niederlage eine lange Reihe von epischen Einzelkämpfen in Ehre, Kraft und Opferbereitschaft.

Die Wiedervereinigung - Das Zeitalter der Verbrüderung

Eines Tages war es dann überraschend soweit. Eine Routinepatrouille kam aufgelöst und außer Atem in die große Oberstadt gerannt und verkündete: "Zwerge, an die Waffen, jemand hat sich in den heiligen Berg gegraben!" Schon rollte diesen Eindringlingen ein waffenstarrender Tross an Graik entgegen, bereit ihre Äxte und Hämmer schwingend. In einen breiten Tunnel mit der blendenden Sonne noch im Rücken marschierten diese vermeintlichen Angreifer heran. Diese bliesen ihre Hirschhornhöhrner, drohend alte Lieder der Graik den für ihre nun Licht gewohnten Augen, vermeintlichen Feinden entgegen, wussten sie doch nicht, ob es nicht Alatars Diener gewesen waren, die hinter sich das große Torhaus hatten einstürzen lassen. In ihren hinteren Reihen waren bezahlte menschliche Söldner und Tagelöhner, welche geholfen hatten nach den Plänen der Zwerge den neuen Eingang zu formen, was sie nun erlebten war das Glück der Khaz-Aduir. Die Augen beider Seiten mussten sich an das für sie ungewohnte Licht gewöhnen und die Töne der Hörner ließen sie unsicher werden, sodass an diesem Tag kein Bolzen seinen Weg durch die Luft in das Herz eines Vaters oder verlorenen Bruders fand und noch etwas geschah durch die erneute Öffnung des Götterberges.

Zu dieser Stunde war es Cirmias selbst, der seinem erwählten Volk wieder erschien und. In einem strahlenden Glanz zwischen den zersprengte und nun wiedervereinten Volk erschien. Der mächtige Seelenschmied verlor keine Zeit und gewährte den anwesenden Zwergen in ihrem Geiste Einsicht in die genauen Geschehnisse der Schlacht und sodann auch jene Ereignisse, die sie nun wieder vereint hatten und was alles geschehen war, das nun nach den großen Schlachten gegen Alatar und seine Diener friedlichere Zeiten anbrechen mochten. In wieder gemeinsamer Anstrengung öffneten sie die alten Passstraßen, betrieben regen Austausch mit den anderen Völkern und fanden zu uralten Traditionen auch an der Oberfläche zurück. Nur die Ausbreitung der Khaz-Aduir unter dem Sternenhimmel sollte niemals wieder jene Ausbreitung annehmen wie nach dem ersten betreten der Oberfläche und nur in den Tälern um Nilzadan herum befestigten sie wieder Pässe und bauten Häuser für sich und jene Menschen welchen ihnen nun nahestanden. Wieder traten die verschiedenen Sippen der Zwerge in den handwerklichen Wettstreit miteinander, und durch die lange Trennung voneinander, war die Vielfalt ihrer Werke niemals größer gewesen. Zwerge welche Jahre an der Oberfläche gelebt hatten, zogen in die tieferen Städte des Reichs und waren an der Oberfläche nie mehr gesehen, verbreiteten aber das dort gesammelte Wissen. Umgekehrt durchstreiften andere Khaz-Aduir mit ihren Kameraden die oberirdische, nun nicht mehr ganz so unbekannte und feindliche Welt, für Tage und Wochen befreundete Völker besuchend oder Feinde jagend.

Kultur

Die Zwerge sind ein sehr traditionsbewusstes und beständiges Volk in ihren Ansichten, Freund- und Feindschaften. Ihre Traditionen geben ihnen Halt und Orientierung, den wenig ist Khaz-Aduir wichtiger als Beständigkeit und die Selbstbestimmung. Neben dieser Liebe für Ordnung und alte Bräuche eint sie untereinander auch der Glaube an ihren Schöpfergott Cirmias. Wie alle Völker Alathairs ist auch ihnen die Wahrhaftigkeit der anderen Götter bewusst, doch ist es für sie auch Wahrheit das Cirmias ihnen alles Beibrachte ohne das irgend ein anderes Gott etwas dazu tat.

Weil Cirmias ein friedfertiger Gott ist und wegen des Auftrages den der Bergvater ihnen gab, die Verteidigung des Nilzadans vor den Feinden, mögen die Zwerge wohl das Volk sein, das am wenigsten Zeit damit verbringt, gewaltsam den Glauben zu verbreiten. Wenn es aber um die Verteidigung des Glaubens, des Nilzadans, des Volkes der Zwerge, Sippen oder Freunde geht, man munkelt auch so manchen Werkstückes, so hält sich die Friedfertigkeit der Zwerge doch in Grenzen. Ein Zwerg wird zwar nicht gleich wie ein Wahnsinniger mit seiner Axt um sich hauen, doch wortgewaltig und oft auch laut, wird er verkünden das sich dies Ändern wird so man die Dummheit des Schmähens einer dem Zwerg lieben Sache wiederholt. Leider zeigt sich hier aber auch eine der schlechten Eigenschaften der Zwerge, sie sind selbst nach einer Entschuldigung oder nach dem Begleichen einer solchen Schuld, nachtragend gegen den Sündern und je nach Fall sogar gegen dessen Familie.

Zwerge sind keine Maulhelden, einige unter ihnen mag man bei den Menschen auch als Wortkarg bezeichnen, doch stehen Zwerge zu den Worten, die sie sprechen und erinnern sich ihrer eigenen Worte so gut, das es kaum wundert, dass sie sich auch das Gesagte, was an sie gerichtet wird gut merken. Tatsächlich wirkt es auf Nichtzwerge oft so als würden Zwerge einen Groll hegen und Pflegen bis er getilgt ist und wenn er Jahre dauert, was auch so ist. Tatsächlich beruht es aber auch darauf das Zwerge eine versprochene Schuld oder eine Beleidigung gegen sich, oft als wenigstens die eigene Familie betreffend annehmen und daher diese Worte oft mit dieser und Freunden teilen. Damit wirkt es oft als wäre jedes Wort bei den Zwergen in Stein gemeißelt, für einige Dinge gibt es sicher auch Steintafeln, doch ist es eigentlich nur die lebendig gehaltene Erinnerung welche im Guten und schlechten von den Khaz-Aduir genutzt wird.

Ein einziges Wort im richtigen Zusammenhang, vermag aber den Verstand eines Zwerges schneller zu benebel als selbst das best gebraute Bier: "Gold". Viel Leid ist den Zwergen durch die Krankheit der Goldgier erwachsen über die Jahrhunderte und so mancher Khaz-Aduir vergaß in dem Bestreben seine Pflichten, das gegebene Wort an Andere oder gar alte Feindschaften. Kein Zwerg wird je Stolz auf seine Goldgier sein, allein schon, weil sie wissen wie viele ihres Volkes die Gier das Leben kostete, doch ist es den Zwergen nicht möglich den Wunsch nach Reichtum aus ihren Herzen und Köpfen zu verbannen, denn bedeutete Reichtum nicht das sie ihren Weg erfolgreich gegangen und so ein Grund des Stolzes für ihren Namen und vielleicht sogar Cirmias sind?

Einige Zwerge frönen dem ertragreichen Handel zwischen den Völkern andere Zwerge wiederum graben abenteuerlustig nach verborgenen Schätzen oder trachten danach die Schatzkammern von gefährlichen Ungetüme zu plündern. Die Zwerge sind daher ein Volk von Kriegerhandwerkern oder Handwerkerkriegern, je nachdem welchen Zwerg man fragt. Seien es die Hammerträger welche ihre geschmiedeten Rüstungen tragen, die Armbrustschützen welche ihre Waffen oftmals selbst gefertigt haben oder die Schneider welche die Häute der von ihnen erschlagenen Monster verarbeiten. Die Khaz-Aduir streben nach der Perfektion ihres Handwerkes, doch nie auf Kosten anderen zur Last zu fallen und nicht in den Auftrag Cirmias zu erfüllen, dem sie ihr Geschick doch erst verdanken.

Nicht selten arbeitet ein Handwerker jahrelang an einem Werkstück, nur um es letzten Endes wieder zu zerstören, da ihm etwas an der Beschaffenheit nicht behagte. Kombiniert man ihrer Langlebigkeit und unnachgiebigen Arbeitsbereitschaft entstehen so, besonders im Metallhandwerk, die prachtvollsten und kostbarsten Stücke , die es auf Alathair zu finden sind.

Eine Sonderstellung in der Gesellschaft der Zwerge nimmt das selbstgebraute Bier ein, dessen Ursprung bis in die Zeit der Geburt ihres Volkes zurückreicht. Unter dem Berg, besonders als er verschlossen und die Stollen noch nicht so weitläufig waren, gab es selten genug ertragbares Essen in Form von Pilzen und Fleisch für die Khaz-Aduir. Wasser hingegeben gab es in Mengen und oft auch an unerwünschten Orten, sodass Zwerge schon immer gute Trinker waren, wenn ihnen auch der Geschmack des mineralreichen Wassers keine Freude bereiten konnte. Eines der letzten Geschenke Cirmias und eines welche der erste König Kalur verfeinerte, war daher das Handwerk des Bierbrauens. Früher noch mit Pilzen gebraut, entwickelten die Zwerge mit ihrer Ausbreitung immer weitere der Heute traditionellen Biersorten. So ist da Bier eines der geachteten Geschenke Cirmias, weil es sie leerte selbst Wasser zu veredeln, doch vor allem weil das zwergische Gebräu sehr sättigend sein kann und so überhaupt erst die Ausbreitung ihres Volkes ermöglichte.

Verbreitet unter den Zwergen ist die angeborene Furcht vor tiefen oder schnell fließenden Gewässern, im Volksmund der Menschen sogar vor Wasser allgemein. Zwerge meiden vor allem breite fließende Ströme und ruhenden Gewässern, deren Grund sie nicht erkennen können. Jene Wasser die nicht allzu tief oder schnell sind verursachen anders wie es die Schmähungen denken lassen kein Problem. Wenn ein Zwerg nun der Sauberkeit nachgeht wird er dennoch eine Wanne oder einfache Schüssel bevorzugen und wenn sie tiefe oder weite Gewässer überqueren müssen, so neigen sie zur Wahl eines besonders die Furcht betäubenden Alkohols. Wieso genau das so ist, das weiß keiner, vielleicht liegt es an ihrem beständigen Wesen, das die Tropfen von den Höhlendecken in der Jugend ihres Volkes ihre Nerven drangsalierten oder dem praktischen Grund das eine Rüstung einen leicht ertränkt.

Merkmale

Der durchschnittliche Zwerg hat etwa eine Größe zwischen 1,2m und etwa 1,5m und ist von stämmiger oft muskulöser Natur. Ein männlicher Zwerg trägt natürlich einen Bart welche fast so lang werden können wie er selber bis zum Kinn hochgewachsen ist. Selbst im höchsten Alter, mag der Kopf eines männlichen Zwerges kahl werden, doch der Bart eines Khaz-Aduir bleibt stets dicht. Nicht zwangsweise tragen auch die Frauen der Zwerge einen Bart und wenn auch von selbem oft stämmiger Statur, sind sie häufig ein paar Fingerbreit kleiner als ihre Männer. Egal welches Geschlecht den Bart trägt, ist er stets gepflegt und wird ab einer bestimmten Länge zu aufwändigen Zöpfen geflochten und mit so manchem Schmuckstück verziert. Die Farbe des Haares bewegt sich hierbei meistens im Rahmen von erdigen Tönen. Kopf- und Barthaar wird ab dem danach benannten Graubartalter immer silbriger bis ins hellste weiß. Anhand des Zwergenbartes kann der erfahrene Beobachter auch oft auf das Alter eines Zwerges schließen:

  • Kinder, so werden die Zwerge zwischen Geburt und dem 35zigsten Lebensjahr genannt
  • Kurzbart, dieser ist zwischen 36 und 75 Jahre alt
  • Langbart, welcher zwischen 76 und 200 Lebenszyklen liegt
  • Graubärten im Alter von 201 bis 300
  • Weissbart ab einer Lebenserfahrung von 301 Jahren.

Es soll Zwerge auch Zwerge geben die ein Alter jenseits der 400 erreicht haben, doch jene sind selten, kommen doch viele Zwerge vor ihrer Zeit durch Unfälle oder Kämpf unter dem Berge ums Leben. Die Khaz-Aduir sind das Zwielicht gewöhnt und auch wenn sie im absoluten Dunkeln sowenig sehen können wie die Menschen, so können sie doch besser mit einem schlechten Licht umgehen als diese. Die Zwerg verfügen über einen natürlichen Widerstand gegenüber den schadhaften Einflüssen der Magie, ein Umstand, der vielleicht auch der Grund ist, warum es unter den Zwergen keine Liedwirker gibt und jene bei den Zwergen auch eher Misstrauen genießen. Gerade Zwerge welche viel Zeit in den Minen und den Schmieden verbringen, sollen auch etwas besser mit der Hitze dieser Orte umgehen können als andere Völker an diesen Orten. Vom Charakter her sind einige Merkmale besonders ausgeprägt: Sie sind Standhaft manchmal sogar Stur in ihren Meinungen und Standpunkten. Stolz und Respektvoll auf ihre Arbeit, ihren Glauben, ihr Volk, ihre Ahnen und Freunde. Aufbrausend und sogar hitzköpfig schnell bereit zu verteidigen was für sie vom Stolz abgedeckt und angegriffen wird, ohne das ein Khaz-Aduir gleich zu einem unüberlegenden Berserker wird.

Glaube

Die Bewohner des Berges verehren ausschließlich ihren Schöpfer Cirmias, den Seelenschmied, der ihnen nicht nur das Leben einhauchte, sondern sie auch mit der Gabe der Handwerkskunst segnete. Obwohl alle Zwerge Cirmias nahe stehen, steht die Gesellschaft der Priester diesem am nächsten und werden vom ihm mit einer besonderen Gabe beschenkt. Die Priester interpretieren die Visionen Cirmias seinem Volk schickt und sie wirken durch den Funken der Macht, kleine Wunder des Schutzes und der Heilung für die Gemeinschaft.

Neben den Geboten der Priester gibt es für den gemeinen Zwerg drei wesentliche Aspekte wie er Cirmias seinen Glauben beweisen kann. Zuerst steht die Erfüllung von Cirmias' göttlichem Gebot, dem Schutz des heiligen Berges. Danach stehen der Erhalt und die Entwicklung der Handwerkskunst, der die Bedeutung eines theologischen Bindeglieds zur Göttlichkeit des Cirmias genießt. Ebenso ist in der Mehrung des Vermögens, der Beweis für Fleiß und Hingabe an den Weg den ein Zwerg sich verschreibt.

Der Rat der Zwerge

Der geistige Nachfolger des traditionellen Rats des Khoras und das politische Mittel, das dem Königtum folgte. In seiner heutigen Ausformung geht der Rat noch ein gutes Stück weiter, als sein historischer Vorgänger, denn er lässt jede Stimme gelten, wenn sie durch eine zwergische Zunge gesprochen wird. Dieser Rat verpflichtet sich auch heute, dem Gebot Cirmias' zu folgen und die notwendigen Maßnahmen zum Erhalt und Wohl von Volk und Berg zu ergreifen. Ein jeder, der dem Volke der Khaz-Aduir angehört, ist in der Lage eine solche Ratssitzung einzuberufen. Die jeweiligen Vorsitzenden können bei jedem Treffen neu aus den Reihen der Bauhütte, der Graik und der Handwerkerzunft hervortreten und sind meist die angesehensten dieser Zünfte oder Sippen. Diese Drei sorgen dann gemeinschaftlich für den Wortfrieden unter den anwesenden Zwergen in den Sitzungen, als ansonsten Gleiche unter Gleichen.

Die Graik - die Armee der Khaz-Aduir

In den Zeiten seid der Erschaffung ist das Zwergenvolk gewachsen und hat sich unter den Nilzadan und über die Welt verteilt, wie es auch andere Völker getan haben. Jeder Zwerg der das erwachsenen Alter erreicht und den Weg des Hammerschwingers, Armbrustschützen oder des Wühlers, gar des Schlachtenwühlers, nachgeht ist durch Cirmias selbst in der Pflicht sich den Graik anzuschlieeßen. Jeder Zwerg der ein anderes Gewerk als Ziel im Leben erwählt hat, darf sich den Wächtern des Berges ebenso anschließen. Aufgrund der Tradition und der Erschaffung dient der Nilzadan als Hauptquartier aller Kohorten, auch wenn man davon ausgehen kann das einige der heute lebenden Kohortenkommandanten den Berg niemals gesehen haben, oder zumindest nicht die Hallen welche nahe der Oberfläche Gerimors sind. Einige der Kohorten welche in Nilzadan ihren Ursprung genommen haben sind im Buch der Kommandantur hinterlegt, ebenso wie ihre Geschichten und erwählte Aufgaben, wobei eine Kohorte vor allem auf Gerimor aktiv ist.

Die vierte Kohorte, Khazad Khot oder auch "Langbeinlegion" des Zwergenreiches besteht aus jenen Zwergen welche an der Oberfläche geblieben sind und einer Auswahl Menschen welche sich das Vertrauen der Zwerge erworben haben. In der Torwächterschaft geschult, genießt die Khazad Khot das Vertrauen aller anderen Kohorten, sind sie es doch die Nilzadan als erstes Bollwerk schützen, wenn die Oberflächler den heiligen Berg bestürmen. Von den Menschen auch vor allem wahrgenommen, werden sie oft als die einzige Streitmacht der Zwerge gleichgesetzt. Ebenfalls sind sie geschulte Zöllner, sind sie es doch welche darauf achten welche Waren in den Nilzadan herab gebracht worden und dort verbreitet werden.

Diplomatie

Die Khaz-Aduir haben über die Jahre wechselnde Beziehungen zu den Völker Alathairs geführt und sicher werden die Zwerge auch in kommenden Jahren nicht als die diplomatischte aller Rassen von sich reden machen. Was aber klar ist, die Zwerge stehen auf der Seite des lichten Pantheons und werden eher bereit stehen diesen zu verteidigen, wenn es der Schutz des Berges erlaubt, als das sie sich aus irgendwelchen Gründen auf die alatarische Seite schlagen würden. Oberstes Gebot der Zwerge ist und bleibt jedoch ihre heilige Aufgabe Nilzadan zu schützen, sodass es passieren kann das sie in die Verteidigung anderer Orte hinten anstellen und damit die Enttäuschung ihrer eigentlichen Verbündeten ernten. Seid ihren ersten Tagen an der Oberfläche haben sie gelernt die Kinder des Panthers zu hassen und jene die sich ihm zur Seite stellen tief zu misstrauen und den Handel sowie die Zusammenarbeit mit jenen zu unterlassen. Zwerge haben jedoch auch wechselnde Verhältnisse zu den anderen lichten Völkern der Welt, sodass es auch Zeiten der Isolation von Elfen, Tyren, Menekanern oder bestimmten Fraktionen der Menschen kommen kann. Es mag, abgesehen von einem fast traditionellen Misstrauen in die Konstitution der Elfen, jedoch keine nennenswerten Spannungen zwischen den Khaz-Aduir und den anderen lichten Völkern geben.

Sippen

Die Sippe eines Zwerges, bei anderen Völkern wohl Clan oder Großfamilie passend übersetzt, besteht aus vielen Generationen und meist jedem noch so verästelten Teil des Stammbaums. Auch wenn solche Äste manchmal neue Triebe sprießen lassen, ist dies äußerst selten und außer durch den Eheschwur wird ein Zwerg nur selten jemals unter normalen Umständen bereit sein seinen Familiennamen abzulegen. Der Name einer Sippe steht für die Bemühungen von Generationen. Er steht für die vollbrachte Arbeit, gesammelten Erfahrungen, gefochtene Kämpfe, verlorenes und vergossenes Blut oder für All das zusammen. Von Geburt an wird daher in jeder Sippe den Kindern eine einfache Grundlage für ein gutes Leben gleich beigebracht:

Zusammenhalt in der Familie, Respekt vor den Werken deiner Ahnen, Liebe zum Berg, Standhaftigkeit bei der Verfolgung eines Ziels und Ehrfurcht vor Cirmias.

So wundert es auch nicht das sich Zwerge selten weit von ihrer Heimstätte entfernen, ohne das gar eine ganze Sippe gemeinschaftlich umsiedelt oder durch die unmöglichsten Umstände getrieben wird, ihr Heim und so den Ort ihres zu verlassen an dem ihr Sippenname zu einer Bedeutung wurde. Auf diesem Weg wachsen die meisten Kinder der Khaz-Aduir bereits umgeben von den Werken ihrer Vorfahren auf und werden regelmäßig damit motiviert das man ihnen noch genau zeigen kann welche Perfektion jemand mit ihrem Sippennamen zu Lebzeiten erreicht hatte. Ein anderer Antrieb ist es das die Zwerge, durch ihre Art dafür Dinge nicht unvollendet zu belassen oder eine Schuld zu vergessen, stets auch dazu tendieren die Träume oder Pläne ihrer Ahnen wahr werden zu lassen. Es soll daher sogar Zwerge gegeben haben, deren einziger Lebensinhalt es gewesen ist den Weg eines Ahnen ein paar Schritte weiterzuführen, statt jemals einen eigenem Pfad zu folgen. Ein Zwerg wird nach Außen hin stets gegen Schmähungen gegen Berg und Volk aufstehen und aufbegehren, doch selbst der vernünftigste und in sich gefestigte Zwerg wird leichter die Fäuste oder gar die Axt gegen Beleidigungen der eigenen Familie erheben. Auch wenn in den letzten Jahren viele der traditionell großen Familien in Nilzadan, wie die Getwergelyns, Hammergründe oder Graufels, mehr den Weg der Wanderung außerhalb der Oberstadt angetreten haben, so bedeutet das doch vor allem das andere Familien aufstreben können, um diese Lücken zu füllen, mit ihrer eigenen gewachsene Vergangenheit und einer angestrebten Zukunft.

Große Sippen im Jahre 263

Goldhand

( für Schneider, ehr handwerkliche Hammerschwinger und Armbrustschützen) Der Leitspruch der Sippe lautet passend zu ihrem Namen: "Wir prägen keine Münzen,das könnte ja jeder, wir erschaffen mit unseren Händen lieber Werke die Münzen bringen!" Die Sippe der Goldhände bringt seid Generationen Handwerker hervor, welche sich den Gewerken tief verpflichtet fühlen. Sie sind nachweislich die Erfinder einiger Bartflechttechniken, Nähte und während der Zeit in den Tiefen haben sie sogar ein von einem Steinbeissern ziehbaren Mienenwagen im Einsatz gehabt. Kreativität und Fleiß sind in dieser Sippe in die Wiege gelegt, auch wenn so mancher traditioneller Zwerg das nicht so sieht und sogar meinen mag, das dies ehr etwas unzwergische Unbeständigkeit darstellt. Doch solche Worte vergehen dann oft wieder in Lobpreisungen, nachdem Blick auf ein kreativ gewobenes Geschmeide oder ein neues Rezept für gegrilltes Fleisch vom Eber. Sollte dem einmal nicht so sein, sind auch die Handwerker der Goldhände noch immer traditionell genug um sich im Kriegshandwerk schulen zu lassen und so zumindest den meisten Langbeinen gewachsen zu sein und ihren Zwerg zu stehen.

Baerenstolz

( für kämpferische Hammerschwinger [Pflicht für zukünftige Wühler] und Armbrustschützen ) Der Leitspruch dieser Sippe, lässt wenig Zweifel daran worauf die meisten Baerenstolz ihr leben lang hinarbeiten: "Wenn wir brüllen, soll Freund nicht wanken und Bärenfeind rennen !" Die Baerenstolz sind eine sehr traditionelle Sippe, in der nicht nur Rüstungen und Waffen vom Vater an den Sohn vermacht werden, sondern oft sogar bestimmte kämpferische Vorlieben. Ganze Zweige der Familie haben bestimmte Formationen bei verwandtschaftlichen Jagdgesellschaften erlernt, es gibt Baerenstolze die aus Ehrgefühl an bestimmten Orten Wache halten und es gab in der gesamten bekannten Geschichte der Sippe nie einen Khaz-Aduir mit diesem Familiennamen der nicht in der Graik hervorstach. Die Familie blickt, nicht ohne Stolz, auf eine lange Reihe von Ahnen mit der Wühlerehre zurück und gerne wird auch betont das auch so mancher Schlachtenwühler aus ihren Reihen erwuchs. Eine besondere Tradition der Sippe ist die Feier der Volljährigkeit, bei der dann eine Waffe des ältesten Mitglieds der Sippe an den jungen Spross weiter gereicht wird als eine Art Vertrauensvorschuss, für mit der Waffe möglichen großen Taten.

Donnerhall

( für Priester, Heiler und Barden ) Interessant mag es sein das grade diese Sippe, nicht mehr zu sagen weiss woher ihr Leitspruch stammt, der da lautet: "Cirmias gab uns das Wort um Wissen zu teilen, die Schrift um es zu bewahren und dann noch die Axt um es zu verteidigen ." Eine neckende Bemerkung unter den Khaz-Aduir für die Donnerhall ist, das man eigentlich immer weiß wo sie sich gerade in der Umgebung befinden, da Cirmias dieser Sippe wirklich außerordentlich hallende und für die Zwerge schön empfundene Stimmen geschenkt hat. Vielleicht wegen dieser Tatsache sind die Zwerge der Donnerhall auch stets gerne mit Dingen beschäftigt bei denen sie reden oder wenigstens über Worte nachdenken können. Wo andere Zwerge vielleicht mit einem genervten Kommentar über "Schwätzer" belegt werden würde, so wird diese Bezeichnung doch höchst selten nüchtern an die Donnerhall gerichtet. Mitglieder diese Sippe sind überlegter wie so manch andere Zwerge und werden schon früh gelehrt wie man mit seiner Umgebung umzugehen hat. Sie sind oft mehr diplomatisch, wanderlustig und aufgeschlossen, was sich darin niederschlägt das eine große Reihe von Cirmiaspriestern, Barden und Lehrmeistern aus ihren Reihen hervorgeht. Der Ruf der Donnerhall wird immer wieder mit anderen Völkern geteilt, was aber zu einem oft falschen Bild führt, denn Weh dem Langbein der glaubt das diese Gelehrten nicht mit Hammer und Schild zwischen Berg, Volk und jeder Beleidigung und Gefahr gegen diese stehen.

OOC-Informationen

Einschränkungen

  • Keine Bögen
  • Keine Plattenpanzer (außer Schlachtenwühler mit der Schlachtenwühlerrüstung)
  • Keine schweren Stangenwaffen

Stat-Werte

  • Stärke: 120
  • Geschick: 90
  • Intelligenz: 90
  • Gesundheit: 130
  • Ausdauer: 90
  • Mana: 80

Besonderheiten und Handelsgüter

  • Mithrill (Bitte hier die Verkaufsregelungen beachten.)
  • Steinbeisser als Reittiere
  • Zwergisches Essen und Getränke
  • Zwergische Kleidung

Bewerbung

Fragebogen bitte ausfüllen und per Ticket schicken:

  1. Accountname (nicht Passwort)
  2. Beschreibung des Zwergs (Aussehen / inkl. Name und gewählter Sippe (Vorname mehr als 3 Buchstaben und Sippe Goldhand, Baerenstolz oder Donnerhall )
  3. Gewünschte Klasse. Bei Hammerschwingern und Armbrustschützen bitte angeben, ob man eher kämpferisch oder handwerklich den Charaker ausrichten möchte und zum Verständnis die Sippe benennen, in die der Zwerg damit gehören würde.
  4. Erzähle eine Geschichte aus dem Leben deines Zwerges. Möglichkeiten dazu wären z.B ein einzelner Tag, prägende Momente oder ähnliches.
  5. Stärken, Schwächen, Wünsche und Ziele deines Charakters.
  6. Erzähle kurz in eigenen Worten (über) die Geschichte der Zwerge.
  1. Sonderklassenbewerbungen benötigen die Zustimmung beider Betreuungen und werden von der Zwergenbetreuung weitergereicht nach dem OK für die Rasse.

Angenommene Zwerge haben dann eine Probezeit von 1 Monat.